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Lipschitz-stetig ist ein Begriff aus der Analysis. Die
Lipschitz-Stetigkeit ist nach dem deutschen Mathematiker Rudolf Lipschitz (1832-1903) benannt.
Eine Funktion erfüllt in einer (in ihrem Definitionsbereich liegenden)
offenen Menge U die
Lipschitz-Bedingung, wenn folgendes gilt:

In diesem Fall sagt man, f sei Lipschitz-stetig auf U, und L wird
Lipschitz-Konstante genannt. Existiert ein (maximales) M im gesamten Definitionsgebiet G, so erfüllt f eine
gleichmäßige Lipschitz-Bedingung in G. Im mehrdimensionalen erfolgt die Definition der
Lipschitz-Stetigkeit analog über eine entsprechende Norm. Abbildungen
mit einer Lipschitz-Konstante kleiner als eins nennt man Kontraktion. Diese sind wichtig für den Fixpunktsatz von Banach.
Nach dem Satz von Rademacher ist eine Lipschitz-stetige Funktion fast überall stetig differenzierbar. Es
gibt jedoch auch Funktionen, die zwar differenzierbar aber nicht Lipschitz-stetig sind, z.b. . Lipschitz-stetige
Funktionen sind ferner überall stetig. Daher kann man auch sagen, dass
Lipschitz-stetig mehr als stetig ist und für beschränkte Funktionen weniger als differenzierbar.
Lipschitz-Stetigkeit ist ein wichtiges Konzept in der Theorie gewöhnlicher Differentialgleichungen, um Existenz und Eindeutigkeit von Lösungen zu
beweisen.
Eine Abschwächung der Lipschitz-Stetigkeit ist die lokale Lipschitz-Stetigkeit, für die es je nach Anwendung
verschiedene Definitionen gibt:
1. Sei erfüllt die lokale Lipschitz-Bedingung bzgl.
genau dann, wenn mit
.
2. Sei erfüllt die lokale Lipschitz-Bedingung bzgl. genau dann, wenn
.
3. Seien (X,dx),(Y,dy) metrische
Räume, der Umgebungsfilter.
heißt lokal
Lipschitz-stetig ist Lipschitz-stetig.
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