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Im mathematischen Sprachgebrauch werden Funktion und Abbildung heute weitgehend
synonym verwendet. Traditionell findet der Begriff der Abbildung sich eher im Bereich der Linearen Algebra, während in der Analysis der Begriff der Funktion verbreiteter ist.
Die Begriff lineare Funktion wird nicht einheitlich gebraucht. Zum einen bedeutet lineare Funktion
dasselbe wie eine lineare Abbildung. Lineare
Funktionen in diesem Sinne findet man z.B. in der Differentialgeometrie, wobei es sich um lineare Abbildungen von einem
(Tangential-)Vektorraum in die reellen Zahlen handelt.
Andererseits wird mit dem Begriff lineare Funktion oft (besonders in der Schule) eine Abbildung der Form
,
also ein Polynom erster Ordnung, bezeichnet. Eine solche Funktion wird auch
allgemeine lineare Funktion oder linear-inhomogene Funktion genannt. Im mathematisch strengen Sinn handelt es
sich dabei jedoch um eine affine Abbildung. Für den
Spezialfall n = 0 wird daraus ein lineare Funktion im eigentlichen Sinne, auch als
homogene lineare Funktion oder Proportionalität bezeichnet.
Der Graph dieser einfachen Funktion ist eine Gerade (umgangssprachlich eine Linie). In kartesischen Koordinaten (x,y) erfüllen solche Geraden also die Gleichung
,
wobei x (die Abszisse) unabhängige und y (die Ordinate) abhängige Variablen sind. Die Zahl m gibt den linearen Faktor oder die
Steigung der Geraden an. Die Zahl b ist die Inhomogenität oder der y-Achsenabschnitt.

Lineare Funktionen sind die einfachsten Funktionen in der Mathematik. Sie sind stetig und differenzierbar. Viele Probleme
lassen sich für lineare Funktionen leicht lösen; daher versucht man oft, komplizierte Problemstellungen durch lineare
Zusammenhänge zu approximieren.
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