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Lineare Algebra ist der Zweig der Mathematik, der sich mit Vektoren, Vektorräumen, linearen Abbildungen und linearen Gleichungssystemen befasst. Da der Vektorraum
ein wichtiges Hilfsmittel in vielen Bereichen der Mathematik ist, gilt die lineare Algebra als eine der Grundlagen der
Mathematik. Außerhalb der reinen Mathematik finden sich Anwendungen der linearen Algebra u.a. in den Naturwissenschaften und in der Wirtschaftswissenschaft (z.B. in der Optimierung).
Der Ursprung der linearen Algebra findet sich in systematischen Betrachtungen von Vektoren im 2- und 3-dimensionalen
(euklidischen) Raum, auch "Anschauungsraum" genannt. Hier entspricht einem Vektor eine Strecke einer bestimmten Länge (der Betrag
des Vektors) sowie eine der zwei möglichen Richtungen. Vektoren dieser Art lassen sich nutzen, um physikalische Größen (etwa
Kräfte) anschaulich darzustellen. Die Multiplikation eines Vektors mit einer Zahl sowie das Addieren von Vektoren bilden die
Rechenoperationen in einem aus Vektoren gebildeten Vektorraum.
Die Verallgemeinerung zu mehrdimensionalen (abstrakten) Vektorräumen, obwohl unanschaulich, ist wesentlicher Bestandteil der
linearen Algebra. Hier werden der mathematische Ring aller
linearen Abbildungen, die als Matrizen darstellbar sind,
wichtige Hilfsmittel. Ein Vektorraum ist nur dann vollständig charakterisiert, wenn der Zahlenkörper, über dem der Vektorraum definiert ist,
angegeben ist. Typische Zahlenkörper sind die reellen oder komplexen Zahlen.
Wichtige Begriffe der Linearen Algebra, die besser unter Vektorraum
beschrieben werden, sind die Basis eines Vektorraums, die
Eigenschaften linearer Abbildungen und von Determinanten sowie das Skalarprodukt.
Beispiele wichtiger Vektorräume sind der Banachraum und der Hilbertraum.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Schreibweise
2 Rechenregeln
3 Lineare Gleichungssysteme
4 Rechenverfahren
5 Literatur
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Schreibweise
Vektoren können durch ihre Komponenten beschrieben werden, die (je nach Anwendung) als (hier 3-dimensionaler)
Spaltenvektor

oder (hier 4-dimensionaler) Zeilenvektor

geschrieben werden.
In der Literatur werden Vektoren unterschiedlich von anderen Größen unterschieden: Es werden Kleinbuchstaben, fettgedruckte
Kleinbuchstaben, unterstrichene Kleinbuchstaben oder Kleinbuchstaben mit einem Pfeil darüber benutzt. Dieser Artikel verwendet
Kleinbuchstaben.
Eine Matrix wird durch ein 'Raster' von Zahlen angegeben. Hier ist eine 2-dimensionale Matrix (mit 4 Zeilen und 3
Spalten):
Matrizen werden meistens mit Großbuchstaben bezeichnet.
Einzelne Elemente eines Vektors werden bei Spaltenvektoren in der Regel durch einen Index angegeben: Das 2. Element des oben
angegebenen Vektors a wäre dann a2=7. In Zeilenvektoren wird manchmal eine Hochzahl verwendet, wobei
man aufpassen muss, ob eine Vektorindizierung oder ein Exponent vorliegt: Mit dem obigen Beispiel b hat man etwa b4=7.
Matrixelemente werden durch zwei Indizes angegeben. Dabei werden die Elemente durch Kleinbuchstaben dargestellt:
m2,3=2 ist das Element der 2. Zeile in der 3. Spalte.
Rechenregeln
Sowohl Vektoren als auch Matrizen werden elementweise addiert (siehe hierzu auch Vektorrechnung und Matrix):
Die Multiplikation mit einer Zahl (Skalarmultiplikation, skalare Multiplikation) erfolgt durch Multiplikation jedes Vektor-
oder Matrixelementes mit der Zahl.
Damit eine Multiplikation zweier Matrizen definiert werden kann, muss die Anzahl der Spalten der 'linken' Matrix gleich der
Anzahl der Zeilen der 'rechten' Matrix sein. Die anschauliche Merkregel zur Matrixmultiplikation beispielsweise zweier Matrizen
zu C = A * B ist, dass man ein Element ci,j der Matrix C aus dem Produkt der i-ten Zeile der Matrix
A mit der j-ten Spalte der Matrix B erhält. Nach den oben genannten Bedingungen ist sichergestellt, dass eine Zeile in A
genausoviele Elemente wie eine Spalte in B enthält. Dann kann man das Produkt von Zeile mit Spalte als die Summe der paarweisen
Produkte (erstes Element der Zeile * erstes Element der Spalte + ... + letztes Element der Zeile * letztes Element der Spalte)
definieren. Da man formal einen Vektor als eine Matrix mit einer Zeile oder einer Spalte auffassen kann, fallen Multiplikationen
zwischen Matrix und Vektor ebenfalls unter diese Vorschrift.
Formal definiert man die Matrixmultiplikation C = A * B durch

Lineare Gleichungssysteme
Eine wichtige Anwendung der Linearen Algebra ist das Lösen linearer Gleichungssysteme. Beispielsweise kann man das lineare
Gleichungssystem,
für das die Lösungswerte für x1, x2 und x3 berechnet werden
sollen, in eine Matrix- und Vektorgleichung A * x = b umformen:
Rechenverfahren
Der Gauß-Algorithmus ist ein Standardverfahren zum Lösen
linearer Gleichungssysteme.
Die Cramersche Regel zur Lösung von linearen
Gleichungssystemen.
Das Gram-Schmidt-Orthonormalisierungsverfahren zur Konstruktion von
Orthonormalbasen.
Literatur
- Albrecht Beutelspacher: Lineare Algebra; Vieweg-Verlag, ISBN 3-528-46508-5
- Siegfried Bosch: Lineare Algebra; Springer-Lehrbuch, ISBN 3-540-41853-9
- Gerd Fischer: Lineare Algebra; Vieweg-Verlag, ISBN 3-528-97217-3
- Klaus Jänich: Lineare Algebra; Springer-Lehrbuch, ISBN 3-540-66888-8
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