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Leopold Vietoris (* 4. Juni 1891 in Radkersburg, ?
9. April 2002 in Innsbruck) war ein österreichischer Mathematiker, der auch für sein hohes Alter bekannt wurde (er starb kurz vor seinem
112. Geburtstag).
Vietoris studierte Mathematik an der Universität Wien.
Während des 1. Weltkrieg war er als österreichischer Soldat an der italienischen Front eingesetzt. In den Schützengräben der Isonzoschlacht schrieb er an seiner Dissertation, die er
später in italienischer Kriegsgefangenschaft vollendete. 1930 wurde er Professor in
Innsbruck.
Sein hauptsächliches Forschungsgebiet war die Topologie, auf dem er viele
wichtige Resultate beitrug. Das bekannteste davon ist wahrscheinlich die Mayer-Vietoris-Folge der
algebraischen Topologie. Weitere nach ihm benannte Erkenntnisse sind der Satz von
Vietoris-Begle, die Vietoris Toplogoie und die Vietoris Homologie.
In der Öffentlichkeit wurde Leopold Vietoris durch sein hohes Alter berühmt, er war bis zu seinem Tod der älteste Mann
Österreichs. Selbst im hohen Alter war er noch wissenschaftlich aktiv, seine letzte Veröffentlichung schrieb er mit 103
Jahren.
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