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Leonardo Fibonacci



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Leonardo Fibonacci

Leonardo Fibonacci, auch Leonardo von Pisa und Leonardo Pisano, gilt als der erste bedeutende Mathematiker des Abendlandes. Fibonacci wurde um 1170 in Pisa als Sohn eines Kaufmanns geboren und starb nach 1240.

Leonardos Vater Guglielmo leitete einen Handelsposten in Bejaia im heutigen Algerien, wo ihn Fibonacci bereits als Kind besuchte. Auf seinen Reisen in den vorderen Orient lernte Fibonacci die arabische Mathematik kennen.

Nach Ende seiner Reisen veröffentlichte er sein Hauptwerk Liber abaci (1202), das in Europa die arabischen Ziffern (Fibonacci benutzte die in der arabischen Welt gängige Bezeichnung indische Ziffern) und damit das Dezimalsystem popularisierte. Dieses bietet gegenüber den bis dahin gebräuchlichen römischen Ziffern erhebliche Vorteile bei schriftlichen Rechenoperationen. Auch die in den römischen Ziffern fehlende Ziffer Null war für abendländische Vorstellungen etwas vollkommen Neues. Sein Name ist untrennbar mit den Fibonacci-Zahlen verbunden, die er in seinem Rechenbuch anhand des bekannten Beispiels zur Entwicklung einer Kaninchenpopulation vorstellte.

Im Jahre 1225 publizierte er in seinem mathematisch anspruchsvollsten Buch Liber quadratorum Überlegungen zum mathematischen Gebiet der Zahlentheorie, beispielsweise zur Konstruktion Pythagoreischer Tripel.

 

Name und biographische Anmerkungen

Der Name Fibonacci taucht anscheinend erst in Quellen des 19. Jahrhunderts auf. Er ist vermutlich eine Zusammenziehung aus filius bonacci, Sohn des Bonaccio. Fibonacci selbst und zeitgenössische Quellen verwenden auch den (Spitz-)Namen Bigollo. Verschiedene Autoren übersetzen den Namen aus dem zeitgenössischen toskanischen Dialekt mit geistig abwesend bis weit gereist. Beide Übersetzungen scheinen bei einem weit gereisten Mathematiker plausibel.

Sein Geburtsjahr wird mehrheitlich in der ersten Hälfte der 1170er Jahre vermutet. Der Geburtsort Pisa ist nicht belegt aber plausibel. Quellen dazu liegen anscheinend nicht vor. Letzte Erwähnung findet Fibonacci in einer Urkunde über eine ihm für seine Verdienste gewährte Ehrenrente aus dem Jahr 1240 (oder 1241).

Siehe auch: Stammbruch


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