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Legendre-Symbol



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Legendre-Symbol

Das Legendre-Symbol gibt von einer Zahl a an, ob sie quadratischer Rest oder quadratischer Nichtrest modulo einer Primzahl p mit p>2 ist. Es ist nach dem französischen Mathematiker Adrien-Marie Legendre benannt. Es wird wie folgt notiert:

\left(\frac{a}{p}\right) oder auch (a/p)
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Beispiele
3 Regeln und Fakten um das Legendre-Symbol
4 Warum muss die Primzahl p größer 2 sein?
5 Die besondere Stellung der Zahl 3
6 Jacobi-Symbol

 

Einleitung

Zusammen mit Leonhard Euler, Carl Friedrich Gauß und Pierre de Fermat hat sich Legendre mit den Quadratischen Diophantischen Gleichungen beschäftigt, und über diese den quadratischen Rest entwickelt:

Wenn zu einer Zahl q modulo p ein x existiert, so dass gilt:
x^2 \equiv q \mod p
dann ist q ein quadratischer Rest, sonst nicht.
Beispiel: Zur Primzahl p=7 sind die Zahlen 1, 2, 4 und 0 quadratische Reste. 3, 5 und 6 sind zur 7 keine quadratischen Reste.

Für das Legendre-Symbol gilt nun, für eine Primzahl p und eine dazu teilerfremde, natürliche Zahl a das:

\left(\frac{a}{p}\right) = \left\{\begin{matrix} 1 & \mbox{wenn } a \mbox{ ein quadratischer Rest zu } p \mbox{ ist} \\ -1 & \mbox{wenn } a \mbox{ kein quadratischer Rest zu } p \mbox{ ist} \\ 0 & \mbox{wenn } a \mbox{ und } p \mbox{ nicht teilerfremd sind und } p \ a \mbox{ teilt} \end{matrix}\right.

Euler hat nun gezeigt, dass

\left(\frac{a}{p}\right) = a^{\frac{p-1}{2}}\mod p

gilt, wenn p eine ungerade Primzahl ist.

 

Beispiele

4 ist ein quadratischer Rest zu modulo 7:
\left(\frac{4}{7}\right) = 4^{\frac{7-1}{2}}\mod 7 = 4^3\mod 7 = 1
5 ist kein quadratischer Rest zu modulo 7:
\left(\frac{5}{7}\right) = 5^{\frac{7-1}{2}} \mod 7 = 5^3 \mod 7 = 6 \mod 7 \equiv -1 \mod 7
14 ist durch 7 teilbar:
\left(\frac{14}{7}\right) = 14^{\frac{7-1}{2}} \mod 7 = 14^3 \mod 7 = 0


Das quadratische Reziprozitätsgesetz gibt eine Möglichkeit an, wie man das Legendre-Symbol berechnen kann.

 

Regeln und Fakten um das Legendre-Symbol

  • \left(\frac{-1}{p}\right) = \left\{\begin{matrix} 1 & \mbox{wenn } p \equiv 1 (\mod 4) \\ -1 & \mbox{wenn } p \equiv -1 (\mod 4) \end{matrix}\right.


  • Wenn \left(\frac{a}{p}\right) = -1 und \left(\frac{b}{p}\right) = -1, dann folgt daraus: \left(\frac{a}{p}\right) * \left(\frac{b}{p}\right) = -1 * -1 = 1


  • \left(\frac{a}{p}\right) * \left(\frac{b}{p}\right) = \left(\frac{a*b}{p}\right)


  • \left(\frac{a}{p}\right) + \left(\frac{n*p}{p}\right) = \left(\frac{a+n*p}{p}\right)


  • Wenn a\equiv b\ \operatorname{mod}\ p \ \ \Rightarrow \ \ \left(\frac{a}{p}\right) = \left(\frac{b}{p}\right)


  • Aus den vorherigen beiden Punkten folgt, dass \left(\frac{a}{p}\right) = \left(\frac{a+n*p}{p}\right) gilt.


  • Für eine Quadratzahl q und eine Primzahl p mit p>2 gilt: \left(\frac{q}{p}\right) = 1

 

Warum muss die Primzahl p größer 2 sein?

Für die Zahl 2 gilt, dass sie in der ganzzahligen Division nur die 1 und 0 als Modulo zurückliefern kann. Daraus folgt zwangsläufig, dass -1 \equiv 1 ( \mod 2) gilt.

 

Die besondere Stellung der Zahl 3

Die Zahl 3 liefert bei der Ganzzahldivision als Modulo die Werte 0, 1 und -1 zurück. Dabei passen die Werte genau zu denen, die das Legendre-Symbol, beziehungsweise die dahinter steckende Funktion, zurück liefert. Es gilt also:

\left(\frac{a}{3}\right) = a \mod 3

Wenn man also ein Legendre-Symbol so in Legendre-Symbole der Form: :\left(\frac{a}{3}\right) zerlegen kann, so lässt sich der Wert, den das Legendre-Symbol zurückliefert, leicht berechnen.


 

Jacobi-Symbol

Das Jacobi-Symbol ist eine Erweiterung des Legendre-Symbols, in der Art, dass statt der Primzahl p wie bei (a/p) auch eine zusammengesetzte Zahl b eingesetzt werden kann. Da b die Primfaktorzerlegung b=p1*p2*... besitzt, sieht das dazugehörige
Jacobi-Symbol

\left(\frac{a}{b}\right)=\left(\frac{a}{p_1}\right)*\left(\frac{a}{p_2}\right)*...

Beispiel:

\left(\frac{a}{105}\right)=\left(\frac{a}{3}\right)*\left(\frac{a}{5}\right)*\left(\frac{a}{7}\right)

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