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Die Laws of Form sind ein logisches System.
Sie wurden von dem Logiker George Spencer-Brown
entwickelt, welcher sie zuerst in dem gleichnamigen Buch (1969)(dt. Gesetze der Form) ausführlich dargestellte. Sie
beruhen auf einem formalen System, welches auf einer einzigen grundlegenden Form bzw. einer grundlegenden Operation des
Unterscheidens aufbaut.
Dieser als Triff eine Unterscheidung (draw a distinction) umschriebene kreative Akt wird im Weiteren mit sich selbst (auf zwei
mögliche verschiedene Weisen) kombiniert und erzeugt auf diesem Wege eine Vielfalt neuer Formen, die dann als Wahr, Falsch, Logische Operationen,
Symbole, Signale, Namen, Prozesse, selbstverändernde
Formen usw. angesehen werden können. Auch Begriffe und Operationen der Logik werden
aus diesem Allereinfachsten 'zusammengebaut'.
Spencer-Browns Formen gelten daher unter seinen Anhängern als minimales und gleichzeitig allgemeines Rezept wie Welt sich in
Form und wie sich Form zur Wahrnehmung bringt. Einige Forscher haben daher auch die Forms zum Anlass genommen ihre Wissenszweige
auf ähnliche Weise aufzubauen bzw. zu beschreiben oder ihre Sicht der Dinge zu ändern. (Etwa Niklas Luhmann, der in seiner soziologischen Systemtheorie, den grundlegenden Begriff der
Differenz verwendet).
Die grundlegende Form / Operation:
__
| (wie ein auf dem Kopf stehendes L)
Form
(In Texten wie diesen wird die geschlossene Grenziehung auch durch Klammern wiedergegeben: etwa [ ] oder < >)
Die Form entspricht einer Grenzziehung die einen Bereich von einem anderen trennt. Sie besagt soviel wie Hier-So! und dort -
jenseits der Grenze - auf jeden Fall Nicht-So! : Daher sind durchaus andere Symbole möglich, die der Operation der geschlossenen
Grenzziehung, des Zusammengefassten entsprechen:
O
Die Form ist damit auch ein Symbol für einen Wechsel, für das 'einen Unterschied machen'. Innerhalb so markierter Bereiche
endet die Aktivität diese Unterscheidens, Generierens, Trennens jedoch nicht in jedem Fall. Im Gegenteil: Sie bietet Raum oder
Anschlussmöglichkeit für weitere Formen, d.h für weiteres Unterscheiden. Das Ganze ist als fortgesetzter Prozess denkar und
generiert vielfältige strukturell reiche Gebilde.
< >, < < > > , < < > < < > > > , < < < < > < > > < < > > < < > < < > > > > < < > > >
Aber die Forms sind nicht nur ein kreativer, kombinativer Prozess.
Im Sinne logischer Verarbeitung werden zwei Grundaxiome eingeführt:
< < > > = . < > < > = < >
Aufhebung Kondensation
Sie beschreiben die Form zugleich als Operator, der sich selbst zum Verschwinden bringen kann. Das Existieren oder
Nicht-Existieren, welches durch ein selbstbezügliches Prozessieren entsteht, wird zu einem Ur-Wert, der nun wie ein logisches
System arbeitet. Die Form ist damit eine mathematisch - historisch bedeutende Erfindung, die Wert, Operator und Notation in Eins
zusammenfügt. Variable Formen entstehen bei der Untersuchung von Formen, deren Existenz offen gelassen wird. Stattdessen wird
eine solche Form - wie in jeder mathematischen Formel durch einen Buchstaben präsentiert. Eine Grundgesetz im Spencer-Brown'schen
Kalkül lautet dann:
< < p > p > = .
Siehe auch: Louis
Kauffman´- Distinktion - Differenz (Luhmann)
Literatur
- Spencer-Brown, George; Laws of Form, 1969
- Spencer-Brown, George; Gesetze der Form, Bohmeier, 1997
- Baecker, Dirk: Kalkül der Form : Suhrkamp Taschenbuch
Weblinks
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- Laws of Form - Page
(http://www.rgshoup.com/lof/)
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