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Das Kürzen bedeutet in der Mathematik, aus einem Bruch gemeinsame Faktoren von Zähler und Nenner herauszuziehen. Das Multiplizieren von Zähler und Nenner mit derselben ganzen Zahl nennt man dagegen Erweitern. Beim Kürzen und
Erweitern mit einer Zahl ungleich bleibt der Wert des Bruches erhalten.
Sind a,b,c ganze Zahlen, b,c
0, dann gilt

Liest man diese Gleichung von links nach rechts, dann wird der Bruch
(ac) / (bc) mit c gekürzt, liest man
sie von rechts nach links, dann wird der Bruch a / b mit c erweitert.
Zum Kürzen ist es hilfreich, Zähler und Nenner des Bruchs in ihre Primfaktoren zu zerlegen. Gleiche Primfaktoren können dann einfach paarweise in Zähler und Nenner
herausgestrichen werden. Es ist bei größeren Zahlen jedoch oft einfacher, den größten gemeinsamen Teiler (ggT) mit dem euklidischen Algorithmus zu bestimmen, denn der ggT ist die
größte Zahl, mit der man einen gegebenen Bruch kürzen kann.
Beispiele:


Die Beispiele zeigen, dass das Kürzen von Brüchen meist eine sehr sinnvolle Sache ist, weil sich dadurch erhebliche
Vereinfachungen ergeben, was insbesondere das eventuelle Weiterrechnen mit den Brüchen deutlich erleichtert.
Weblink
- beliebige
Brüche online so weit wie möglich kürzen lassen (http://www.mathepower.com/bruchkur.php)
Verallgemeinerung
Geht man von den rationalen Zahlen weg und betrachtet andere
Strukturen, dann erkennt man, dass die Möglichkeit, Brüche zu kürzen, eine direkte Konsequenz der Art und Weise ist, wie Brüche
definiert werden. Man kann somit z.B. in beliebigen Quotientenkörpern Brüche kürzen. Lokalisiert man einen Ring
R mit einer multiplikativen Teilmenge S, dann kann man einen Bruch aus RS nur mit Elementen
von S kürzen und erweitern.
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