|
In einem rechtwinkligen Dreieck ABC ist der
Kosinus (oder Cosinus) eines Winkels ? das Verhältnis von Ankathete b zur Hypotenuse
c:

Ein rechtwinkliges Dreieck mit rechtem Winkel in C
Es gilt:

- sin2(?) + cos2(?) = 1 (Satz des Pythagoras)
(Der Kosinus ist die
Ableitung des Sinus, die Ableitung des
Kosinus ist das Negative des Sinus)
Der Kosinus gehört zu den trigonometrischen
Funktionen.
| Inhaltsverzeichnis |
|
1 Formale Betrachtung
1.1 Taylorsche Reihenentwicklung des Kosinus
1.2 Definition mit Hilfe der Exponentialfunktion
2 Weitere Bedeutung
|
Formale Betrachtung
Taylorsche Reihenentwicklung des Kosinus

Die Taylor-Reihe des Kosinus konvergiert überall gegen den Funktionswert
des Kosinus (das heißt der Konvergenzradius ist unendlich). Für kleine Werte zeigt sich ein sehr gutes Konvergenzverhalten. Zur
nummerischen Berechnung kann man daher die Periodizität und Symmetrie der Funktion ausnutzen und den x-Wert bis auf den
Bereich -?/4 bis ?/4 reduzieren (siehe Reduktionsformel). Danach
sind für eine geforderte Genauigkeit nur noch wenige Glieder der Reihe zu berechnen. Das Taylorpolynom bis zur vierten Potenz
z.B. hat im Intervall [-?/4, ?/4] einen relativen Fehler von unter 0,05%.
Definition mit Hilfe der Exponentialfunktion
Die trigonometrischen Funktionen können auch mit Hilfe der Exponentialfunktion definiert werden. Dieser Ansatz führt zum einen Sinus und Kosinus auf nur eine
Reihe zurück, ergibt zum anderen die Eulerformel und erlaubt außerdem die Erweiterung des Kosinus auf
komplexe Argumente. Selbstverständlich kann man auch den Kosinus wie oben
definieren und dann die Übereinstimmung mit dieser Definition zeigen.
Für eine komplexe Zahl z gilt

Ausgehend von dieser Definition lassen sich sehr leicht die Eigenschaften des Kosinus und die Additionstheoreme des Sinus und Kosinus nachweisen.
Siehe auch: Zusammenhang mit den
Hyperbelfunktionen, Kosinussatz
Weitere Bedeutung
Kosinus ist auch eine Comicfigur einer
deutschen Computerzeitschrift.
|