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Die Korrelation ist eine Beziehung zwischen zwei oder mehr statistischen Variablen. Es gibt positive und negative Korrelationen.
Ein Beispiel für eine positive Korrelation (je mehr, desto mehr) ist: Je mehr Futter, desto dickere Kühe.
Ein Beispiel für eine negative Korrelation (je mehr, desto weniger) ist: Je mehr Verkauf von Regenschirmen, desto weniger
Verkauf von Sonnencreme.
Die Korrelation beschreibt nicht unbedingt eine Ursache-Wirkungs-Beziehung. So kann es durchaus eine Korrelation zwischen dem Rückgang der Störche im Burgenland und einem
Rückgang der Anzahl Neugeborener geben, aber diese Ereignisse haben natürlich nichts miteinander zu tun, das heißt, sie hängen
nicht kausal zusammen.
Im Gegensatz zur Proportionalität ist die Korrelation nur
ein stochastischer Zusammenhang, das heißt, es kann nur eine ungefähre Zu- oder Abnahme prognostiziert werden. Zum Beispiel kann
eine 200-prozentige Steigerung der Futtermenge mal eine Gewichtszunahme der Kühe von 10%, mal von 20% bewirken, wohingegen eine
Verdoppelung des Gewichts eines Hammers bei gleicher Beschleunigung immer eine Verdoppelung der Kraft bewirkt, da hier
ein proportionaler Zusammenhang besteht.
Siehe auch: Kovarianz
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Verwendung bei Kapitalanlagen
2 Verwendung in der Softwaretechnik
3 Quantifizierung der Korrelation
4 Weblinks
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Verwendung bei Kapitalanlagen
Der Korrelationsbegriff ist von erheblicher Bedeutung bei Kapitalanlagen. Es gilt: Das Gesamtrisiko des gesamten Portfolios ist umso geringer je geringer
die einzelnen Anlagen (Assets) miteinander korrelieren.
Beispiel für positive Korrelation: Besteht ein Portfolio nur aus vielen einzelnen Aktien, so führt der Kursrückgang von Aktie
1 auch zum Wertverlust von Aktie 2 und auch Aktie 3 in einem bestimmten Verhältnis. Besteht das Portfolio jeweils zur Hälfte aus
Aktien und Renten, so ist der Verlust geringer, da nur eine geringfügige Korrelation Aktien-Renten besteht.
Allerdings gibt es auch (negative) Korrelationen, wenn auch geringere, bezüglich Aktie-Rente. Ist der Aktienmarkt schwach, so wird tendenziell in Renten investiert (Kapitalflucht in den
"sicheren Hafen"). Die Rentenkurse
steigen. Dies fängt jedoch nicht den Komplettverlust im Aktienbereich auf. Daher ist sinnvoll noch in weitere Anlagen zu
diversifizieren als nur in Renten und Aktien (siehe auch Diversifikation). Die Risikominderung durch Diversifikation oder Investition in negativ korrellierte Assets bezeichnet man als Hedging. Dem ist allerdings eine natürliche Grenze dadurch gegeben, dass, wenn zwei Assets negativ korreliert
sind, ein dritter nicht mit beiden negativ korreliert sein kann, sondern nur mit dem einen negativ in dem Maße, in dem er mit dem
anderen positiv korreliert ist.
Die ideale Diversifikation ist so umfassend, dass keine Korrelationen zwischen den einzelnen Assets existieren. Erwirtschaften
zudem die einzelnen, nicht korrelierenden Assets noch eine maximale Rendite, so ergibt sich das ideale, jedoch in Realität nie
existierende Portfolio.
Reduktion der Korrelation des Gesamtportfolios im Verhältnis zu seinen Einzelanlagen, verbessert nach dem Markowitz-Modell das Rendite-Risiko-Verhältnis. Auf langfristiger Basis wird damit
prinzipiell eine höhere Rendite bei geringerem Risiko erzielt (siehe auch Portfoliotheorie).
Verwendung in der Softwaretechnik
Ein Korrelationstest bezeichnet in der Softwaretechnik ein Verfahren, in dem nicht nur einzelne Parameter einer Funktion auf Plausibilität (zum Beispiel in Datentyp oder Wertebereich) geprüft werden, sondern auch
Kombinationen dieser Parameter berücksichtigt werden. Es ist möglich, dass zwar jeder Parameter für sich einen gültigen Wert
besitzt, diese in Kombination jedoch ein fehlerhaftes Verhalten der zu testenden Funktion hervorrufen, nämlich wenn diese
Parameter durch die Funktion korreliert werden.
Beispiel: Ein recheckiges Objekt soll auf dem Bildschirm dargestellt werden. Hierzu existiert eine Funktion, die in den
Parametern X,Y,SX,SY die Dimension des Rechtecks entgegennimmt.
- Parameter X gibt die X-Position der linken oberen Ecke an. Es muss geprüft werden, ob X im gültigen
Anzeigebereich liegt.
- Parameter SX gibt die X-Kantenlänge (Breite des Rechteckes) an. Hier muss zunächst geprüft werden, ob SX
die zulässige Anzeigebreite nicht überschreitet.
- Bei einem Korrelationstest wird nun zusätzlich geprüft ob, X + SX im gültigen Wertebereich liegt.
Quantifizierung der Korrelation
Der Ausdruck Korrelation wird oft speziell Weise auf den statistischen Zusammenhang zweier Ereignisse bezogen. Zur
Quantifizierung der statistischen Korrelation dienen unter anderem der Korrelationskoeffizient oder - aus der Informationstheorie stammend - die Transinformation und die Kullback-Leibler
Distanz.
Hinweis/ Warnungen:
- Fehler- und Entgleisungsmöglichkeiten: Kollinearität
- Vorsicht bei Korrekturformeln: Attenuitäts-Korrektur
Weblinks
- Achtung bei der Interpretation: http://www.sgipt.org/wisms/statm/kor/kurkor.htm
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