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In der Analysis heißt eine Funktion f von einem Intervall I nach R konvex, wenn für alle
x,y aus I gilt:

Anschaulich bedeutet die Definition: Der Funktionswert in der Mitte zwischen zwei Werten x,y liegt unterhalb
der Mitte der Verbindungsgerade der beiden Funktionswerte an x und y.
Äquivalent dazu ist die Bedingung, dass für alle x, y aus I und t zwischen 0 und 1
gilt:

Eine Funktion heißt streng konvex, wenn für alle x,y aus I gilt:

Eigenschaften
Der Graph einer konvexen Funktion ist so gewölbt, dass die Menge der
Punkte oberhalb des Graphen eine konvexe Menge ist. Zu beachten ist, dass
eine nicht-konvexe Funktion nicht automatisch konkav sein muss,
d.h. konvex und konkav sind hier nicht das exakte Gegenteil voneinander. Jede lineare Funktion ist sowohl konkav als auch konvex, und die Sinusfunktion ist keins von beiden (weder die Menge der Punkte oberhalb des Graphen noch die der Punkte unterhalb des
Graphen ist eine konvexe Menge).
Eine Funktion f ist genau dann konvex, wenn die Funktion -f konkav
ist.
Ist f differenzierbar, dann ist f
genau dann konvex, wenn ihre Ableitung f' wachsend ist, und genau dann streng konvex, wenn
f' streng monoton wachsend ist.
Ist f zweimal differenzierbar, dann ist f genau dann konvex, wenn f''
nichtnegativ ist, und genau dann streng konvex, wenn f'' positiv ist.
Beispiele
- Die Funktion f(x) = x2 ist auf ganz R streng konvex, denn f
'(x) = 2x ist streng monoton wachsend.
- Die Exponentialfunktion ist streng konvex auf ganz
R.
- Die Betragsfunktion f(x) = |x| ist
auf ganz R konvex, aber nicht streng konvex.
- Die Funktion f(x) = x3 ist konkav für x ? 0 und konvex für x ?
0.
- Die Funktion f(x) = 1/x ist streng konvex auf dem Intervall (0, ?) der positiven reellen Zahlen
und streng konkav auf dem Intervall (-?, 0) der negativen reellen Zahlen.
Siehe auch: konkave Funktion
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