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Unter Konvergenz versteht man in der Mathematik die
Existenz eines Grenzwertes. Das Konzept der Konvergenz ist
grundlegend für die moderne Analysis. Beispielsweise den alten Griechen war es
nicht geläufig (siehe Zenos Paradoxon).
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Konvergenz von Folgen
1.1 Definition
1.2 Beispiele
1.3 Konvergenzkriterien
2 Konvergenz von Funktionen
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Konvergenz von Folgen
Eine Folge konvergiert gegen einen Grenzwert, wenn in jeder noch so kleinen Umgebung des Grenzwertes ab einem bestimmen Index alle Folgenglieder in dieser Umgebung liegen.
Definition
Sei (X, d) ein metrischer Raum. Eine Folge (xi) in X heißt
konvergent gegen a wenn gilt:

(Sprich: Es gibt für jedes beliebige (noch so kleine) ? einen Index N, derart, dass für alle n > N (alle weiteren
Folgenglieder) gilt d(a, xn) < ? (in den reellen Zahlen also |xn - a| < ?))
a heißt Grenzwert (oder Limes) der Folge und man schreibt
.
Wenn die Folge (xi) nicht konvergiert, dann sagt man, sie divergiert. In den
reellen Zahlen unterscheidet man dann zwischen bestimmter Divergenz und unbestimmter
Divergenz.
Bestimmte Divergenz gegen (bzw.
) liegt vor, wenn die
xi jede reelle Zahl irgendwann überschreiten und dann darüber bleiben (bzw. jede Zahl
unterschreiten). Man schreibt dann
-

bzw.
-

und sagt, die Folge divergiert bestimmt gegen bzw. gegen .
Unbestimmte Divergenz liegt vor, wenn die Folge nicht das eben beschriebene Verhalten hat.
Beispiele
In den reellen Zahlen:
- Die Folge (1/n) konvergiert gegen 0 (ist eine Nullfolge).
- Die konstante Folge (c) mit einer festen reellen Zahl c konvergiert gegen c.
- Die Folge (1, 1.4, 1.41, 1.414, 1.4142, 1.41421, ...) der abbrechenden Dezimalentwicklungen von ?2 konvergiert gegen ?2.
- Die Folge (n) der natürlichen Zahlen divergiert bestimmt gegen
.
- Die Folge (+1,-1,+1,-1,...) divergiert unbestimmt.
- Die Folge (1,-2,3,-4,5,-6,...) divergiert unbestimmt.
- Die sogenannten Goodstein Folgen begeben sich (für größere
Anfangswerte n) erst ins Unendliche, aber kehren seltsamerweise wieder daraus zurück und konvergieren für jede natürliche Zahl n
gegen 0. Dies ist zurückzuführen auf eine Arithmetik der Ordinalzahlen. Die Eindeutigkeit des Grenzwertes ist dabei
nicht verletzt, denn der Grenzwert ist 0.
In den rationalen Zahlen sind (1/n) und (c) für eine feste rationale Zahl c konvergent; die
Dezimalbruchentwicklung von ?2 konvergiert aber nicht, da kein rationaler Grenzwert existiert. Sie ist jedoch eine
Cauchy-Folge.
Konvergenzkriterien
Da man häufig die Konvergenz einer unendlichen Reihe nicht
direkt mit der obigen Definition zeigen kann, gibt es einige so genannte Konvergenzkriterien.
- Cauchy-Kriterium
- Majorantenkriterium
- Quotientenkriterium
- Wurzelkriterium
- Leibniz-Kriterium
Konvergenz von Funktionen
Um das Verhalten von Funktionen zu beschreiben, wenn das Argument gegen unendlich oder gegen einen bestimmten Wert strebt
nutzt man das Konzept der Konvergenz von Funktionen.
Siehe auch:
- absolute Konvergenz, punktweise Konvergenz, gleichmäßige Konvergenz
- Cauchy-Folge
- Konvergenzgeschwindigkeit
- Reihe (Mathematik)
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