| Inhaltsverzeichnis |
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1 Konjugation bei Körpererweiterungen
1.1 Komplexe Konjugation
1.2 Verallgemeinerung
2 Konjugation bei Gruppen
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Konjugation bei Körpererweiterungen
Komplexe Konjugation
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Komplexe Zahl z = a + bi und
ihre Konjugierte  |
Die zur komplexen Zahl konjugierte Zahl ist . Sie hat also denselben Realteil, aber den negativen
Imaginärteil. Z.B. ist 2 - 4i die zu 2 + 4i konjugierte
Zahl, und die Konjugierte von - 1 - i ist - 1 + i.
Die Abbildung heißt
komplexe Konjugation. Die komplex Konjugierte von z schreibt man meist als
. Die Konjugation ist mit der Addition und
Multiplikation verträglich, d.h. es ist egal, ob man erst addiert (multipliziert) und dann konjugiert oder umgekehrt. Mit Hilfe
der Konjugation lässt sich leicht eine Formel für die Division komplexer Zahlen angeben: Indem man den Quotienten zweier
komplexer Zahlen mit dem Konjugierten des Nenners erweitert, macht man ihn reell:
In Polarkoordinaten ist
die Konjugierte der Zahl die Zahl
. Sie hat also den gleichen
Betrag wie z und den negativen Winkel von z.
Es gelten folgende Rechenregeln:
- (a + bi) + (a - bi) = 2a
- (a + bi) - (a - bi) = 2bi
- (a + bi)(a - bi) = a2 +
b2
Man kann sie ohne Verwendung der Darstellung a + bi auch so formulieren:
Die komplex Konjugierte einer Matrix ist die Matrix,
deren Komponenten die komplex konjugierten Komponenten der ursprünglichen Matrix sind. In Kombination mit der Transposition der
Matrix liefert die komplexe Konjugation die adjungierte
Matrix.
Verallgemeinerung
In der abstrakten Algebra wird dieser Begriff folgendermaßen
erweitert:
Zwei über K algebraische Elemente einer Körpererweiterung
L/K heißen zueinander konjugiert, wenn sie dasselbe Minimalpolynom über K haben. Die Nullstellen des Minimalpolynoms von a in L
heißen "Konjugierte von a (in L)". Jeder K-Automorphismus von L (der K punktweise festhält) bildet a auf eine seiner
Konjugierten ab.
Konjugation bei Gruppen
In einer Gruppe (G, *) heißen die Elemente a und b zueinander konjugiert, wenn es ein
Gruppenelement c gibt, so dass b = c -
1ac ist. Die Abbildung

heißt Konjugation mit c. Sie ist ein Automorphismus der Gruppe.
Die Gruppe G operiert auf sich durch
die Konjugation:
- s.t := fs(t) := s-1*t*s.
Die Abbildung T mit T(s) = fs bildet in die Automorphismengruppe Aut(G) ab. Die Automorphismen fs mit
fs(t) = s-1*t*s heißen innere Automorphismen, die Menge aller
inneren Automorphismen bezeichnet man mit Inn(G).
Der Kern von T ist
- Z(G) = {s in G | s*t = t*s für alle t in G
}
Er heißt das Zentrum von G und ist ein Normalteiler. Das Zentrum besteht aus genau den Elementen von G, die mit allen anderen vertauschbar
sind; ist die Gruppe abelsch, dann ist offenbar Z(G) =
G. Die Abbildung T vermittelt einen Isomorphismus von
G/Z(G) nach Inn(G).
Die Fixgruppe Gx = {s in G | s-1*x*s = x} eines Elementes
x heißt Zentralisator von x, die Bahn G.x = {s-1*x*s | x
in G} heißt Konjugationsklasse von x. Elemente in derselben Konjugationsklasse sind zueinander
konjugiert.
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