Ein Inhalt ist etwas, das sich in einem füllbaren Bereich befindet. Im stofflichen Sinne ist ein Inhalt
ein Gut, das sich in einem Behälter befindet - beispielsweise zur Lagerung oder für den Transport. Im
ideellen Sinne besteht ein Inhalt meist aus Daten, Informationen oder Wissen, das beispielsweise in einer
Datei, einer Nachricht oder einem
literarischen Werk enthalten ist.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Verwendung und Bedeutung
2 Etymologie
3 Inhalte in der Praxis
3.1 Bestimmung von Inhalten
3.2 Kontrolle an Inhalten
3.3 Sonstiges
4 Beispiel
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Verwendung und Bedeutung
Da es sich um einen abstrakten Begriff handelt, ist nicht
immer eindeutig, was genau als Inhalt eines Gegenstandes betrachtet wird. Bedeutung und Verwendung hängen stark vom jeweiligen
Kontext ab. Dies gilt vor allem, wenn mit dem Inhalt nicht ein konkretes
physikalisches Objekt gemeint ist. Sowohl qualitative Aspekt (welches ist der
wesentliche Inhalt?) als auch der quantitative Aspekt (wieviel Inhalt ist
vorhanden?) können von Bedeutung sein.
Häufig ist mit dem Inhalt die Bedeutung im Gegensatz zur äußerlichen Form gemeint. Diese ideelle Art von Inhalt wird unter Umständen auch als Aussage, Gegenstand oder Thema bezeichnet.
Manchmal lässt sich der Inhalt auch eindeutig mathematisch definieren, zum Beispiel als Volumen oder in der Mengenlehre. Gelegentlich sind mit dem
Inhalt auch ein Fassungsvermögen (Kapazität), eine Größe (Umfang) oder ein Anteil gemeint.
Die englische Bezeichnung Content wird seit Mitte der 90er-Jahre vor allem für mediale Inhalte im Internet auch im deutschen Sprachgebrauch verwendet (beispielsweise im Rahmen des Content Management). Der Begriff dient vor allem zur Abgrenzung
zwischen verwertbaren Informationen und Daten, die eher der deren Verwaltung dienen.
Etymologie
Das Wort Inhalt existiert im Mittelhochdeutschen noch
nicht, sondern kann erst im 15. Jahrhundert nachgewiesen werden. Damals wurde es in der juristischen Sprache für den Inhalt eines
Briefes verwendet. Die verschiedenen Wortformen (inhalt, inhald, innehaldt, innehold,
inholde) und das bereits zuvor nachweisbare inhaldung bzw. inholdinge (1393) deuten auf eine gemeinsame
Wurzel mit dem Ausdruck "inne halten" hin.
Die adjektivische Verwendung inhaltlich zielt auf eine Unterscheidung
zur äußeren Form ab (formal oder äußerlich). Als inhaltlos oder inhaltsleer wird etwas
bedeutungsloses ohne wesentliche Aussage bezeichnet.
- Siehe auch: Informationen zum Wort "Inhalt" im DWDS (http://www.dwds.de/cgi-bin/portalL.pl?search=Inhalt)
Inhalte in der Praxis
Bestimmung von Inhalten
Zur Bestimmung von Inhalten existieren verschiedene Methoden. Stoffliche oder mathematisch definierbare Inhalte lassen sich
meist ziemlich exakt messen. Die Meßergebnisse können allerdings durchaus
unterschiedlich interpretiert werden. Verfahren wie die dokumentarische
Erschließung oder die
kommunikationswissenschaftliche Inhaltsanalyse zielen darauf ab, den
Inhalt als wesentlichen Bestandteil zu ermitteln. Das Ergebnis ist beispielsweise eine Art von Inhaltsangabe.
Zur Kennzeichnung von Inhalten dienen Metadaten - Informationen über den
Inhalt. Beispiele dafür sind Beipackzettel und Inhaltsverzeichnise, die die einzelnen Bestandteilen eines Werkes
auflisten. Teilweise lassen sich bereits Schlüsse von der äußeren Form eines Behälters (z.B. einer Verpackung) oder von einer Bezeichnung auf den
eigentlichen Inhalt ziehen. Dies kann allerdings auch zu Fehlschlüssen führen. Beispielsweise soll mit Mogelpackungen und Mogelkennzeichnung ein anderer Inhalt vorgegaukelt werden.
Kontrolle an Inhalten
Vor allem wenn es sich bei Inhalten nicht um physische Stoffe handelt, stellt sich die Frage, ob Eigentumsrecht beziehungsweise Immaterielle Monopolrechte (Geistiges Eigentum) an Inhalten geltend gemacht werden können.
gefährliche Inhalte
- verbotene Inhalte: Zensur (Indizierung)
- oder gesundheitlich Gefahrgut
Siehe auch: Datenschutz, Informationspflicht,
Informationsfreiheit
Sonstiges
- Begriff des Inhalts in Gestzen (z.B. TDG, MDStV, UrhG...) - siehe z.B. [1] (http://www.irut.jura.uni-erlangen.de/sa_wolfrum2001.html)
- Verantwortlichkeit für "Inhalte" des Teledienstleisters ohne Definition des Begriffs "Inhalt"
- Begriff des Inhalts in der Philosophie (Begriff, Bedeutung, wesentlicher=sinnvoller Inhalt)
Desweiteren: Kommunikation, Kapazität (leer, voll) Inhalt ist in der Regel meßbar oder wird so behandelt
-
- Inhalt vs. Form:
[2] (http://66.102.9.104/search?q=cache:eQLCExE1QO8J:gutenberg.spiegel.de/fechner/vaestht2/vaesth21.htm+"Begriff+des+Inhaltes"&hl=en&client=firefox-a)
Beispiel
Mögliche Inhalte eines Buches mit einer Reisebeschreibung (z.B. von Alexander von Humboldt). Was ist der Inhalt? Mögliche
Antworten:
- Eine Menge von Aussagen
- Hinweise auf seinen Besitzer (Benutzungsspuren wie Marginalien)
- Eine Anzahl neuer Entdeckungen und Erfindungen
- Das Inhaltsverzeichnis
- Argumentationsstrukturen
- Eine unterhaltsame Geschichte
- "Eine Reisebeschreibung"
- Eine bestimmte Menge Brennwert
- Eine Anzahl von Seiten
- Eine Anzahl von Kapiteln, Sätzen, Wörtern, Buchstaben
- ...
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