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Eine Hyperebene ist die Verallgemeinerung einer normalen Ebene im
dreidimensionalen Raum auf ein mathematisches Objekt im n-dimensionalen Raum.
Ebenso wie eine Ebene ein zweidimensionaler Teil des dreidimensionalen Raums ist, ist eine dreidimensionale Hyperebene Teil
des vierdimensionalen Raums. Die dreidimensionale Hyperebene selbst ist ein dreidimensionaler (Teil-)Raum.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Ebenen im dreidimensionalen Raum
2 Verallgemeinerung auf Hyperebenen
3 Formale Definition
4 Eine Hyperebene im vierdimensionalen
Raum
4.1 Dreidimensionaler Raum, Ebene, Zaun und
Grundstück
4.2 Vierdimensionaler Raum, Hyperebene, Wände und
Inhalt
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Ebenen im dreidimensionalen Raum
Für eine Ebene im dreidimensionalen Raum reeller Zahlen R3 gilt
die Gleichung:
- rx = r0 + ?0 v0 + ?1v1
wobei alle r und v dreidimensionale Vektoren, ?0 und ?1 jedoch
reelle Zahlen sind. r0, v0 und v1 sind konstant. Wenn ?0 und ?1 jeweils
den gesamten reellen Zahlenbereich durchlaufen, überstreicht der Vektor rx alle Punkte der durch die Gleichung
gegebenen Ebene.
Voraussetzung hier ist, dass v0 und v1 keine Nullvektoren sind und nicht in dieselbe Richtung zeigen. Mathematisch bedeutet dies, dass die beiden Vektoren
linear unabhängig sind.
Verallgemeinerung auf Hyperebenen
Eine Hyperebene verallgemeinert die Definition der normalen Ebene in zweifacher Weise:
- Der Raum muss nicht 3-dimensional sein, sondern kann beliebig viele (n) Dimensionen enthalten. Dazu wird einfach die
Zahl Summanden in der Gleichung erweitert.
- Die n Koordinaten können zwar reell sein, können aber auch aus
anderen Zahlenmengen stammen, zum Beispiel komplexwertig sein.
Formale Definition
Eine Hyperebene ist eine (n-1) - dimensionale
Teilmenge eines n - dimensionalen Raumes, die die Eigenschaft erfüllt, dass man
zum Ortsvektor eines Punktes der Teilmenge jede beliebige Linearkombination von
Vektoren, die Differenzen von Ortsvektoren verschiedener
Punkte der Teilmenge sind, addieren kann, und das Ergebnis wieder ein Element der Teilmenge ist. Anders ausgedrückt: Eine
Hyperebene kann durch (n-1) linear unabhängige
Vektoren vi und einen Ortsvektor r0 der Hyperebene beschrieben werden, die Hyperebene ist die Menge aller
Punkte x für deren Ortsvektoren rx gilt
- rx = r0 + ?0 v0 + ?1 v1 + ... + ?n-2
vn-2
mit skalaren Koeffizienten ?i.
Eine Hyperebene im vierdimensionalen Raum
Eine Hyperebene im vierdimensionalen Raum ist ein dreidimensionaler Raum. Stellt man sich vor, dass wir in einem
hypothetischen vierdimensionalen Raum leben, unsere Sinne aber
nur drei davon erkennen, hätte dies erstaunliche Konsequenzen:
Dreidimensionaler Raum, Ebene, Zaun und Grundstück
In unserem dreidimensionalen Raum kann man ein Grundstück, also einen Teil einer Ebene, durch einen zum Beispiel
rechteckförmigen, jedenfalls geschlossenen Zaun vor dem Betreten schützen. Kann ich mich jedoch nach oben aus der Ebene
herausbewegen (also in die dritte Dimension), etwa hüpfen, so kann ich den Zaun überwinden und beliebig unter Umgehung des Zauns
auf das Grundstück und wieder herausgelangen, ohne den Zaun zu berühren.
Vierdimensionaler Raum, Hyperebene, Wände und Inhalt
Äquivalent wäre das (dreidimensionale) Volumen im Innern eines Tresors der Teil einer Hyperebene des vierdimensionalen Raums.
Die Tresorwände stellen einen Quader dar, der das Äquivalent zum Zaun ist. Kann ich aus
der Hyperebene des Tresors, also dem wahrgenommenen dreidimensionalen Raum heraus in die vierte Dimension "hüpfen", kann ich
beliebig die Tresorwände umgehen und in den Tresor hinein- und wieder aus ihm herausgehen, ohne die Wände zu berühren oder Spuren
zu hinterlassen.
Raumdimensionen
(Anzahl Koordinaten) |
3 |
4 |
n |
| Raum |
R3 |
R4 |
Rn |
| Hyperebene |
Ebene (R2) |
(Teil-)Raum (R3) |
n-1 dimensionaler Teilraum (Rn-1) |
| Teil einer Hyperebene |
Grundstücksfläche |
Tresorinnenraum |
- |
| Begrenzung |
Zaun (Rechteck) |
Tresorwände (Quader) |
- |
| Überwindung |
Hüpfen über den Zaun |
Hüpfen in die 4. Dimension |
- |
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