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Heron von Alexandria war ein antiker Mathematiker und Ingenieur. Seine Lebensdaten lassen sich nur ungenau
angeben; er muss nach Archimedes, aber vor Pappos gelebt haben, d.h. etwa zwischen 200 v. Chr. und 300 n. Chr. Einige Indizien in seinen Werken sprechen für
das 1. Jahrhundert n. Chr., vor allem die Erwähnung der Mondfinsternis vom 13.
März 62 - es ist sehr wahrscheinlich, dass Heron sie selbst erlebt hat.
Herons Werke sind teilweise nur fragmentarisch überliefert. Sie beschäftigen sich unter anderem mit mathematischen, optischen
und mechanischen Themen. Bekannt sind vor allem seine Ausführungen zu automatischen, teilweise sogar schon programmierbaren
Geräten und der Ausnutzung von Wasser und Luft als treibende Kraft, hier insbesondere die Erfindung der Aeolipile. Außerdem ist die Heronsche Formel
bekannt, die es erlaubt, den Flächeninhalt eines Dreiecks nur mit Kenntnis der drei Seiten zu berechnen, ohne Winkel oder andere
Teile des Dreiecks zu kennen. Zu seinen Erfindungen zählt z.B. die in seinem Werk "Pneumatika" beschriebene Konstruktion eines
Weihwasserautomaten. Dabei lag eine Holzscheibe auf der Wasseroberfläche des Weihwassers. Sobald eine Münze eingeworfen wurde,
drückte deren Gewicht das geweihte Nass durch ein Metallrohr nach oben, das vom Gläubigen in Empfang genommen werden konnte.
Dieses entspricht dem Prinzip des nach ihm benannten Heronballs.
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