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Der Gradient ist eine Funktion
eines Skalarfeldes, welche die Änderungsrate und die Richtung der größten
Änderung in Form eines Vektorfeldes angibt. Der Gradient ist damit eine
Verallgemeinerung der Ableitung für Funktionen von mehreren
Variablen.
Interpretiert man beispielsweise die Höhenkarte einer Landschaft als eine Funktion z(x, y), die
jedem Ort die Höhe an dieser Stelle zuordnet, dann ist der Gradient von z an einer Stelle (x, y) ein
Vektor, der in die Richtung des steilsten Anstieges zeigt, und dessen Länge ein Maß für die Steilheit ist.
Gradient wird also ein Vektor genannt, der jedem Punkt eines Skalarfeldes zugeordnet werden kann. Er hat die Richtung der
Normalen der jeweiligen Niveaufläche auf der die Werte des Skalarfeldes konstant sind und ist in der Richtung wachsender
Funktionswerte des Skalarfeldes orientiert. Der Betrag des Gradienten stimmt mit der Richtungsableitung der Funktion des
Skalarfeldes in Normalenrichtung überein.
Der Gradient lässt sich formal als Ableitungsoperator
interpretieren, und gehört zusammen mit den anderen Ableitungsoperatoren Divergenz und Rotation
der Vektoranalysis an, einem Untergebiet der mehrdimensionalen Analysis.
In den beiden folgenden Bildern stellen die Grauschattierungen das Skalarfeld dar, wobei schwarz den höchsten Funktionswert
darstellt, und die Pfeile symbolisieren den zugehörigen Gradienten.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Gradient eines Skalarfeldes
2 Jacobi-Matrix eines Vektorfeldes
3 Rechenregeln
4 Anwendung
5 Weitere Beispiele
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Gradient eines Skalarfeldes
Der Gradient eines Skalarfeldes ist definiert als der Vektor der partiellen Ableitungen. Er existiert daher nur an den Stellen, an denen bezüglich aller Koordinaten partiell differenzierbar ist. Er wird
als oder als geschrieben. Dabei ist der Nabla-Operator und das Funktionssymbol des Gradienten. Für den Fall eines Skalarfeldes ist der Gradient in kartesischen Koordinaten definiert als
Allgemein gilt
Der Gradient kann je nach Verwendungszweck als Zeilen- oder Spaltenvektor geschrieben werden.
Jacobi-Matrix eines Vektorfeldes
Der Vektor der partiellen Ableitungen kann auch für vektorwertige Funktionen definiert werden. Ist eine vektorwertige Funktion,
dann seien F1, ..., Fm ihre Komponentenfunktionen, das heißt
.
Man definiert dann die Ableitung von als
(Spalten-)Vektor der (Zeilenvektor-)Gradienten der Fi. Der Vektorgradient des Feldes ist die
Jacobi-Matrix.
Für m=n ist das Ergebnis ein Tensor der 2. Stufe. Tensoren dieser Art spielen
beispielsweise bei der Beschreibung von mechanischer Spannung und Elastizität eine Rolle.
Hesse-Matrix
Mit dieser Verallgemeinerung definiert man die zweite Ableitung eines Skalarfeldes ?(x1 .. xn), seine
Hesse-Matrix:
Rechenregeln
Rechenregeln (c: Konstante; u und v: Skalarfelder):
Anwendung
Vollständiges oder totales Differential eines Skalarfeldes
Weitere Beispiele
Die Wärmeverteilung
einer vom Strom durchflossenen Leiterbahn auf einem Mikrochip läßt sich durch ein
Skalarfeld von unterschiedlichen Temperaturen beschreiben. Der negative
Gradient dieses Skalarfeldes einschließlich eines Materialfaktors ist der Wärmefluss. Der Wärmefluss ist somit ein
Vektorfeld, welches proportional zum negativen Temperaturgradienten ist.
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