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George Bernard Dantzig (* 8. November 1914 in Portland (Oregon),
USA) ist ein US-amerikanischer Mathematiker. Er gilt als Vater der Linearen Optimierung, einem Teilgebiet des Operations-Research. Bekannt wurde er vor allem durch das von ihm entwickelte Simplex-Verfahren.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Leben
2 Leistungen
3 Auszeichnungen
4 Werke
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Leben
George Dantzig entstammt einer armen Familie. Er besuchte die Powell Junior High School in Washington, D.C. wo er durch den Ansporn seines Vaters und eigene Motivation nach anfangs
schleppenden Fortschritten im Fach Mathematik hervorragende Noten erzielte. Diese Entwicklung hielt in der Central High School
an, wo er sich besonders für Geometrie interessierte. Unterstützt wurde er vor
allem von einem Mathematiklehrer, einem Schulfreund und späterem Mathematikprofessor in Berkeley, sowie seinem Vater.
Dantzig studierte Mathematik an der Universität von Maryland, da seine
Eltern kein Studium an einer angeseherenen Universität finanzieren konnten. 1936 machte er seinen B.A. in Mathematik und Physik. Ebenfalls in diesem Jahr heiratete er Anne Shmuner, zog mit ihr nach Ann Arbor und begann ein weiterführendes Studium mit dem Ziel der Promotion an der
Universität von Michigan. Dieses beendete er jedoch 1937 mit einem M.A. in Mathematik, da
ihm die abstrakte Mathematik nicht lag.
Von 1937 bis 1939 arbeitete Dantzig als Statistiker in Washington. Danach begann er erneut ein Promotionsstudium an der Universität Berkeley, welches er
jedoch wegen dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg erneut
unterbrach. Er trat in die Air Force ein, wo er von 1941 bis 1946 Leiter der Combat Analysis Branch, U.S.A.F. Headquarters
Statistical Control war. 1944 erhielt er dafür die War Department Exceptional Civilian Service Medal als
Auszeichnung.
1946 nahm er erneut sein Studium auf und promovierte. Anschließend arbeitete er als Mathematischer Berater beim
Verteidigungsministerium, wo er 1947 das Simplex-Verfahren
publizierte.
1952 wechselte Dantzig zur RAND Corporation, wo er maßgeblich dafür verantwortlich war, die Lineare Programmierung auf Computern zu implementieren. 1960 nahm er eine Professur an der
Universität Berkeley an und wechselte dann 1966 auf eine Professur Operations Research and Computer Science der Stanford-Universität.
Leistungen
Sein bedeutendster wissenschaftlicher Beitrag ist das von ihm entwickelte Simplex-Verfahren.
Auszeichnungen
Unter anderem erhielt Dantzig 1975 den John von
Neumann Theory Prize für seine Arbeit auf dem Gebiet der Linearen Programmierung, die National Medal of Science 1976
und den National Academy of Sciences Award in Applied Mathematics and Numerical Analysis 1977.
Werke
- Lineare Programmierung und Erweiterungen, George B. Dantzig, Berlin: Springer, 1966.
- Linear inequalities and related systems, George B. Dantzig, Princeton, NJ: Princeton Univ. Press, 1966.
- Lectures in differential equations, George B. Dantzig; Abdul K. Aziz, New York: VanNostrand Reinhold Co.,
1969.
- Compact city, George B. Dantzig; Thomas L. Saaty, San Francisco: Freeman, 1973.
- Studies in optimization, George B. Dantzig; Richard W. Cottle, Buffallo: Math. Assoc. of America, 1974.
ISBN 0-88385-110-5
- Linear programming, 1: Introduction, George B. Dantzig; Mukund N. Thapa, New York: Springer, 1997.
ISBN 0387948333
- Linear programming, 2: Theory and Extensions, George B. Dantzig; Mukund N. Thapa, New York:
Springer, 2003. ISBN 0387986138
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