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Das Erzeugnis eines mathematischen Raumes, also einer Menge mit einer
Struktur, beschreibt die strukturverträgliche
Konstruktion einer Teilmenge dieses Raumes aus einer weiteren, erzeugenden Teilmenge des Raumes. Die erzeugende Menge wird
manchmal Erzeugendensystem genannt. Die erzeugte Teilmenge nennt
man das Erzeugnis der vorgegebenen Menge bzw. des Erzeugendensystems in dem betrachteten Raum.
Mit der Strukturverträglichkeit ist gemeint, dass die Axiome die für den Raum mit
seiner Struktur gelten, auch für eine Teilmenge mit der entsprechend eingeschränkten Struktur gelten. Eine solche Teilmenge nennt
man dann auch einen Unterraum.
Beispiele für Erzeugnisse sind
- die Menge der Linearkombinationen eines Erzeugendensystems in
einem Vektorraum.
- das topologische Erzeugnis einer Teilmenge eines topologischen
Raumes in diesem topologischen Raum.
- das Erzeugnis einer Teilmenge einer Gruppe in dieser Gruppe.
Der Artikel Hierarchie
mathematischer Strukturen gibt einen guten Überblick über weitere Räume in denen eine Erzeugnisbildung betrachtet werden
kann.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Konstruktionsverfahren
2 Definitionen und Sätze
2.1 Das Erzeugendensystem eines Vektorraumes
2.1.1 Satz und Definition (Erzeugnis in einem
Vektorraum)
2.1.2 Satz (Beschreibung "von unten")
2.1.3 Bedeutung in Worten
2.2 Das topologische Erzeugnis
2.2.1 Satz und Definition (Das topologische
Erzeugnis)
2.2.2 Satz (Beschreibung "von unten")
2.2.3 Bedeutung in Worten
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Konstruktionsverfahren
Man betrachtet oft zwei unterschiedliche, bei sinnvoller Definition aber äquivalente, Konstruktionsverfahren, die so genannte
Konstruktion von oben und von unten.
Bei der Konstruktion von oben betrachtet man den Schnitt aller Unterräume, welche das Erzeugendensystem umfassen. Da
das Erzeugendensystem Teilmenge des betrachteten Raumes ist, ist stets der Raum selbst ein Unterraum, welcher das
Erzeugendensystem umfasst. Das ist wichtig, damit die Definition sinnvoll ist, da der Schnitt über eine leere Menge selbst keine
Menge ist.
Bei der Konstruktion von unten betrachtet man die Menge der möglichen Strukturkombinationen mit Elementen aus dem
Erzeugendensystem. Beim Vektorraum etwa die Menge der Linearkombinationen mit Elementen des Erzeugendensystems.
Definitionen und Sätze
Das Erzeugendensystem eines Vektorraumes
Satz und Definition (Erzeugnis in einem Vektorraum)
Sei V ein Vektorraum über einem Körper K und . Dann ist

ein Teilvektorraum von V und heißt das (Vektorraum-)Erzeugnis von E auf
V.
Hinweise:
- Ist
, so nennt man
E ein Erzeugendensystem von V.
- Ist E zusätzlich minimal, so nennt man E eine
Basis von V.
Satz (Beschreibung "von unten")
Sei V ein Vektorraum über einem Körper K und
. Dann ist:
Bedeutung in Worten
ist der kleinste
K Vektorraum der E enthält.
Alle Elemente von
lassen sich als Linearkombination von Elementen aus E über K schreiben.
Das topologische Erzeugnis
Satz und Definition (Das topologische Erzeugnis)
Sei X eine Menge und . Dann ist
eine Topologie auf X und heißt das topologische Erzeugnis von auf X.
Satz (Beschreibung "von unten")
Sei X eine Menge und . Setze

Dann ist:

Bedeutung in Worten
ist die
kleinste (feinste) Topologie, so dass alle Elemente von
offen sind.
Alle Elemente von lassen sich als Vereinigung von endlichen Schnitten über darstellen.
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