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Der Dual (lat. duo = zwei aus griech: ???) bezeichnet in der Grammatik einen Numerus und repräsentiert die Zweizahl. Der Dual
existiert in zahlreichen alten Sprachen, so z.B. dem Sanskrit oder dem Altgriechischen, wo nicht nur Substantive, sondern auch Verben neben den Einzahl-
und Mehrzahlformen eigene Zweizahlformen haben. Auch in den germanischen Sprachen war er geläufig, verlor aber auf Grund seiner Komplexität zunehmend an
Bedeutung. Auch die meisten slawischen Sprachen besaßen den Dual, haben ihn aber mittlerweile, mit der Ausnahme des Slowenischen und des Sorbischen, verloren.
Ein stehen gebliebener Dual der in die deutsche Sprache übergegangen ist, sind die Genusformen des Zahlworts
2: männlich zween, weiblich zwo, sächlich zwei. Diese Formen finden sich
beispielsweise in Luthers Bibelübersetzung und wurden bis ins 18. Jahrhundert
verwendet. Heute ist diese Unterscheidung aus der Standardsprache geschwunden und findet sich nur noch in Dialekten, etwa in
Nordhessen.
Siehe auch: Singular, Trial, Quadral, Paukal, Plural, sowie zählen.
Das Adjektiv dual kennzeichnet als mathematisches Attribut Konstrukte im Zusammenhang mit der Idee des Dualraums.
In der dreidimensionalen Geometrie wird dual auch für Körper benutzt. Den zu einem Körper dualen Körper erhält man, indem
man durch den Mittelpunkt jeder Fläche eine Gerade zieht, die auf der Fläche senkrecht steht. Nun werden diese Geraden so verbunden, dass die Verbindungslinien sich
in jeweils einem Punkt auf jeder Gerade treffen, und dass die Verbindungslinien die Kanten des ursprünglichen Körpers schneiden. Die Verbindungslinien
bilden den neuen Körper. Durch diese Konstruktion hat der neue Körper soviele Ecken wie der vorherige Körper Flächen hatte und
umgekehrt. Zum Verständnis ist die Betrachtung der Platonischen Körper ratsam.
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