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Eine diophantische Gleichung (kurz: DiGl,benannt nach dem griechischen Mathematiker Diophantos/Diophant von Alexandria, um 250) ist eine Gleichung der Form f(x1, x2, x3, . . ., xn) = 0 mit ganzzahligen
Koeffizienten, bei der man sich nur für ganzzahlige Lösungen interessiert. Diese Einschränkung der Lösungsmenge ergibt einen Sinn, wenn
Teilbarkeitsfragen beantwortet werden sollen, oder wenn es sich um Probleme der Kongruenzarithmetik handelt.
- Beispiel 1: 120 x - 23 y + 1 = 0 ist eine lineare DiGl mit den Koeffizienten a = 120, b = -23 und dem Absolutglied +1 . Der einfacheren Notation wegen schreiben wir bei
einfachen Fällen x anstelle von x1, y statt x2, usf. Eine Lösung dieser DiGl ist x = 9 und y =
47.
- Beispiel 2: x2 + y2 = z2 ist eine quadratische DiGl, deren kleinste positive Lösung x = 3, y
= 4, z = 5 ist.
- Beispiel 3: x4 + y4 + z4 - 13 x y z = 20 ist eine DiGl vierten Grades, die x = 2, y = 1, z =
3 als Lösung hat.
Die Beispiele führen zu folgenden Fragen:
- Hat eine vorliegende DiGl überhaupt eine Lösung?
- Falls ja: gibt es mehrere Lösungen, gibt es unendlich viele?
- Gibt es Verfahren /Algorithmen, die Lösungen zu berechnen
gestatten?
Aus der Vielzahl der diesbezüglichen Antworten seien hier genannt:
1. Die lineare DiGl ax + by = c hat genau dann ganzzahlige Lösungen in x und y, wenn c durch den größten gemeinsamen Teiler von
(a,b) teilbar ist. Demzufolge hat 120 x - 23 y + 1 = 0 eine Lösung.
2. Für die Lösung der linearen DiGl ax + by + c = 0 lässt sich ein erweiterter Euklidischer Algorithmus anwenden. Dies soll am Beispiel von
120 x - 23 y + 1 = 0
gezeigt werden. Die Kettendivision (Euklidischer
Algorithmus) liefert mit den Koeffizienten von 120 x - 23 y + 1= 0 zunächst
120 = 5*23+5, d.h. es ist qo = 5, woraus folgt
23 = 4*5+3, q1 = 4, und
5 = 1*3+2, q2 = 1, und
3 = 1*2+1, q3 = 1, und
2 = 1*1+1, q4 = 1.
Mittels der Rücklaufformeln
y{n+1} = qn*yn + y{n-1} mit y{-1} = 0, yo = 1 und
x{n+1} = qn * xn +x{n-1} mit x{-1} = 1, xo=0
ergibt sich die Tabelle:
qo=5 q1=4 q2=1 q3=1 q4=1
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y{-1}=0 yo=1 y1=5 y2=21 y3=26 y4=47
x{-1}=1 xo=0 x1=1 x2=4 x3=5 x4=9
Somit ist x = 9, y = 47 Lösung der vorgegebenen DiGl.
Diophantische Gleichungen höheren Grades führen häufig auf komplizierte zahlentheoretische Probleme. Ein Beispiel ist der
Große Fermatsche Satz ( xn +
yn = cn besitzt für n > 2 keine ganzzahligen Lösungen ? 0 ), dessen Beweis erst 1994 dem Briten Andrew Wiles zusammen mit R.Taylor
gelang.
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