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Eine Differenzengleichung (DzGl), allgemein auch als Rekursionsgleichung bezeichnet,
beschreibt im ingenieurwissenschaftlichen Sinne eine Rechenvorschrift zur Berechnung einer Ausgangsfolge respektive
Ausgangssignal. Im Sinne der Zeitreihenanalyse lässt sich eine
Differenzengleichung auch allgemeiner als Gleichung, mit der sich die Werte einer Zeitreihe berechnen lassen, die rekursiv zusammenhängen,
definieren.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Herkunft und Anwendung
2 Theorie
2.1 Rechenregeln
2.2 homogene Lösung
2.3 partikuläre Lösung
3 Zusammenhang Differenzengleichung und
z-Transformation
3.1 Vom z-Bildbereich zum Zeitdiskreten
3.2 Vom Zeitdiskreten in den z-Bildbereich
3.2.1 mit Hilfe der Übertragungsfunktion
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Herkunft und Anwendung
Nach der Diskretisierung eines kontinuierlichen Signals kann aus
der Folge keine Ableitung mehr berechnet werden, man muss sich hier des Differenzenquotienten bedienen. Sie ist
im Grunde das zeitdiskrete Pendent zur Differentialgleichung und findet ihre Anwendung vor allem in der digitalen Signalverarbeitung
(z.B. im Zusammenhang mit dem Entwurf von Filtern).
Anwendungsbeispiele aus der Zeitreihenanalyse sind die Tilgungsrate eines Annuitäten-Kredits (deterministischer Zusammenhang) oder der Bestand an Arbeitslosen (stochastischer Zusammenhang).
Theorie
Eine DzGl kann zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

Diese DzGl beschreibt also, wie die Folge zum Zeitpunkt n berechnet werden muss.
Rechenregeln
Für lineare DzGlen n-ter Ordnung mit konstanten Koeffizienten gelten im allgemeinen die gleichen (oder sehr ähnliche) Regeln
wie bei normalen DGLen. Insbesondere:
- Die Summe aus zwei homogenen Lösungen ist wieder eine Lösung der DzGl (Linearkombination).
- Die Summe aus einer homogenen Lösung und einer partikulären Lösung ist eine allgemeine Lösung der inhomogenen DzGl.
Somit kann also die Lösung prinzipiell immer noch genauso errechnet werden wie bei DGLen.
homogene Lösung
Als Ansatz wird benutzt.
Mit diesem Ansatz kommt man von der homogenen DzGl 
auf die charakteristische Gleichung

Die verschiedenen Wurzeln der Gleichung ergeben dann die linear unabhängigen
Lösungsfolgen und damit eine homogene Lösung.
Zum Beispiel:
partikuläre Lösung
Die Bestimmung geschieht hier analog zu DGlen.
| Störfunktion u(n) |
Ansatz partikuläre Lösung |
| Konstante |
Konstante |
| Polynom |
Polynom gleichen Grades |
| un |
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Zusammenhang Differenzengleichung und z-Transformation
Die z-Transformation nimmt die gleiche Stellung für zeitdiskrete
Signale (Folgen), wie die Laplacetransformation für den
kontinuierlichen Zeitbereich.

Vom z-Bildbereich zum Zeitdiskreten
Vom Zeitdiskreten in den z-Bildbereich
Es gibt hier viele Möglichkeiten: Durch Tabellen, Taylorreihenentwicklung, nichtabbrechende Division u.a.
mit Hilfe der Übertragungsfunktion
Ausdrücke in z können sehr einfach mit Hilfe einer Übertragungsfunktion der Variablen und eines Stosses (im Diskreten) in eine
Differenzengleichung übersetzt werden. Ein Beispiel dazu:
sei , und weiter
als zwei einzelne Funktionen für a(z) und 1 : 
Wird nun ausgeklammert: , ist schön zu erkennen, dass die Variablen a und "1" direkt
mit
rückübersetzt werden können:

Anmerkung: Der Deltastoss ?(x) hat
immer den Wert 0, außer bei k=0. Dort geht er gegen unendlich. Formal beschrieben wird er über die Gleichung . Die rechte Seite tritt hier
also als Teil der Anfangsbedingungen auf.
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