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David Hilbert (* 23. Januar 1862 in Königsberg; ? 14. Februar 1943 in Göttingen) war einer der bedeutendsten Mathematiker aller
Zeiten.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Leben
2 Werk
2.1 Algebraische Geometrie
2.2 Zahlentheorie
2.3 Geometrie
2.4 Hilberts 23 Probleme
2.5 Logik
2.6 Analysis
2.7 Mathematische Physik
2.8 Allgemeine Relativitätstheorie
2.9 Hilberts Vermächtnis
3 Weblinks
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Leben
Hilbert studierte unter Lindemann an der Universität von Königsberg, wo er auch 1885 seine Dissertation schrieb und bis 1895 dort lehrte. Danach nahm er auf
Betreiben von Felix Klein eine Professur in Göttingen an, wo er den Rest seines Lebens wirkte. Später setzte er durch, dass sein Freund Hermann Minkowski ebenfalls eine Professur in Göttingen erhielt. 1930 wurde er emeritiert.
Werk
Hilberts Werk ist von außerordentlicher Bedeutung in der Mathematik und
mathematischen Physik. Viele seiner Arbeiten begründeten eigene Forschungsgebiete.
Seine Vorschläge zu den Grundlagen der Mathematik ("Hilberts Programm") führten zu einer kritischen Analyse, was Mathematik und
mathematisches Beweisen überhaupt sind. Mit einer Rede
auf dem Weltmathematikerkongress im Jahre 1900, wo er eine Liste von 23
mathematischen Problemen vorstellte, bestimmte er die mathematische Forschung des 20. Jahrhunderts nachhaltig.
Algebraische Geometrie
Bis etwa 1893 leistete er Beiträge zur Invariantentheorie. Unter
anderem bewies er den Hilbertschen Basissatz (jedes Polynomideal besitzt eine endliche
Basis). In seinem Nullstellensatz zeigte er den eindeutigen Zusammenhang von Nullstellen von polynomialen Gleichungen und Polynomidealen. Damit verband er Geometrie und Algebra, was zur Entwicklung der
algebraischen Geometrie führte.
Zahlentheorie
In seinem bedeutenden Werk "Zahlbericht" von 1897 (algebraische Zahlentheorie), fasste er Arbeiten von Ernst
Eduard Kummer, Leopold Kronecker und Richard Dedekind mit eigenen
Ideen zusammen.
Geometrie
Er analysierte die Geometrie des Euklid und in den "Grundlagen der
Geometrie" 1899 veröffentlichte er erstmals ein vollständiges Axiomensystem für die euklidische Geometrie.
Hilberts 23 Probleme
1900 stellte er auf dem internationalen Mathematikerkongress in Paris eine Liste von 23
mathematischen Problemen vor, die für ihn von heraussragender Wichtigkeit für die Mathematik waren.
Logik
1920 stellte er die Forderung auf, die Mathematik vollständig auf die Grundlage eines konsistenten Axiomsystems
zu stellen. Dieses Bestreben wurde als Hilberts Programm bekannt. Für die Analyse der Grundlagen der Mathematik mit mathematischen Methoden
prägte der den Begriff Metamathematik (in Anlehnung an Metaphysik). Dieses
Bemühen erlitt einen herben Rückschlag mit der Veröffentlichung des Gödelschen Unvollständigkeitssatzes durch Kurt Gödel 1930.
Analysis
In der Variationsrechnung stellte Hilbert das von Riemann in dessen Abbildungssatz verwendete Dirichlet-Prinzip auf feste Grundlagen. In den
Integralgleichungen schloss er einige Lücken von Fredholm im Beweis der fredholmsche
Alternative. Diese Themen flossen wesentlich in die Entwicklung der Funktionalanalysis ein. Insbesondere der wichtige Hilbert-Raum ist untrennbar mit seinem Namen verbunden.
Mathematische Physik
Hilberts Arbeiten zu Funktionenräumen (Hilbert-Raum) und partiellen Differentialgleichungen gehören
heute zu den Grundlagen der mathematischen Physik. Der Einfluss von Hilberts Vorlesungen war so übermächtig, dass sein Schüler
Richard Courant Hilbert, ohne dass dieser eine einzige Seite
geschrieben zu haben scheint, als Koautor auf den Titel seines 1924/37 erschienenen zweibändigen Lehrbuchs Methoden der
mathematischen Physik setzte. Hilbert erklärte sein Interesse für die mathematische Physik mit der Bemerkung: "Die Physik
ist für die Physiker eigentlich viel zu schwer."
Allgemeine
Relativitätstheorie
Am 20. November 1915, 5 Tage vor
Einstein, reichte Hilbert eine Arbeit zur allgemeinen Relativitätstheorie ein, die
zur einsteinschen Theorie äquivalent war, allerdings ohne die Feldgleichungen. Seine Arbeit erschien aber erst nach der
Einsteinschen. Hilbert hat niemals die Urheberschaft für die allgemeine Relativitätstheorie beansprucht, was wahrscheinlich auch
nicht gerechtfertigt gewesen wäre, da er in seiner Veröffentlichung auf Einstein verweist.
Hilberts Vermächtnis
Hilbert wehrte sich immer gegen eine pessimistische Sicht der Wissenschaft des ignoramus et ignorabimus. Sein Glaube, dass wir die Welt verstehen können, zeigt sich in seiner
Grabinschrift:
- Wir müssen wissen, und wir werden wissen.
Weblinks
- http://www.mathe.tu-freiberg.de/~hebisch/cafe/hilbert.html
- http://www.math.uni-goettingen.de/Personen/Bedeutende_Mathematiker/hilbert.html
- http://finanz.math.tu-graz.ac.at/~predota/history/mathematiker/hilbert.html
- http://www.mathematik.ch/mathematiker/hilbert.php
- http://www-history.mcs.st-andrews.ac.uk/history/Mathematicians/Hilbert.html
(englisch)
- http://www-gap.dcs.st-and.ac.uk/~history/Mathematicians/Hilbert.html
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