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Cramersche Regel



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Cramersche Regel

Die Cramersche Regel ist ein mathematisches Verfahren zur Lösung von linearen Gleichungssystemen mit n Gleichungen und n Unbekannten, deren Lösung eindeutig ist. Sie wurde 1750 von Gabriel Cramer aufgestellt.

Die Cramersche Regel ist aufgrund der erforderlichen meist aufwändigen Berechnung von Determinanten eher von theoretischem Interesse.

Inhaltsverzeichnis
1 Definition
2 Beispiel
3 siehe auch
4 Weblinks

 

Definition

Sei A eine invertierbare n×n-Matrix und Ax = b ein lineares Gleichungssystem mit n Gleichungen und n Unbekannten. Sei weiter Ai die Matrix, die aus A entsteht durch die Ersetzung der i-ten Spalte durch b.

Dann ist die i-te Komponente xi des Lösungsvektors x eindeutig bestimmt durch

xi = det(A)-1 det(Ai).

 

Beispiel

Sei folgendes Gleichungssystem über R gegeben:

x1 + 2x2 = 3
4x1 + 5x2 = 6

Dann ist die zugehörige Matrix

A =    \begin{pmatrix}      1 & 2 \\     4 & 5    \end{pmatrix}

und es ist

b =    \begin{pmatrix}      3 \\     6    \end{pmatrix}

Da für die Determinante von A gilt: det(A) = -3 ? 0, ist A invertierbar, und es ist det(A)-1 = - 1/3.

Weiter gilt:

A_1 =    \begin{pmatrix}      3 & 2 \\     6 & 5    \end{pmatrix} ,A_2 =    \begin{pmatrix}      1 & 3 \\     4 & 6    \end{pmatrix}

und es ist det(A1) = 3 und det(A2) = -6.

Mit der Cramerschen Regel gilt dann:

x1 = det(A)-1 det(A1) = -1/3 ? 3 = -1
x2 = det(A)-1 det(A2) = -1/3 ? (-6) = 2

 

 

siehe auch

Gaußsches Eliminationsverfahren

 

Weblinks

  • Cramersche Regel am Beispiel n=3 (http://www.fto.de/fthp/hschaefer/hm1/node125.html#SECTION000125000000000000000)

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