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Die Closed-world-assumption oder Annahme zur Weltabgeschlossenheit bei der Modellierung von Sachverhalten
(Wissensrepräsentation) z.B. mit Hilfe einer
logischen Programmiersprache wie Prolog
bedeutet, dass alles was nicht explizit als wahr bewiesen werden kann als
falsch bezeichnet wird: Alles was also nicht modelliert ist, existiert im Modell auch nicht und ist nicht beweisbar, also
falsch, d.h. nicht ableitbar.
Als Beispiel sei ein Telefonauskunftsystem erwähnt: Wenn eine Nummer im System ist, dann kann Auskunft darüber erteilt werden.
Es kann aber nicht geschlossen werden ``Wer nicht im Telefonbuch steht, hat auch kein Telefon., da es Personen gibt, die sich
nicht eintragen lassen.
Bei der Prädikatenlogik gilt diese Annahme nicht, bei
Prolog jedoch immer, was dort zu
Problemen führen kann.
In der natürlichen Sprache wird diese Annahme oft verwendet: Wenn beispielsweise ein deutscher Politiker im Bundestag sagt:
"Alle Schulen haben einen Internetzugang", dann meint er eigentlich, wenn er über die Bildungssituation in Deutschland spricht
"Alle Schulen in Deutschland haben einen Internetzugang". Er meint nicht die Schulen auf der ganzen Welt!
Weblinks
- theoretisch-mathematische Definition
(http://informatik.uni-bremen.de/~wache/Lehre/LKIP-SS97/Notizen/node40.html) (aus
Vorlesungsmaterial an der Uni Bremen)
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