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Claude Elwood Shannon (* 30. April 1916 in Petoskey,
Michigan; ? 24. Februar
2001 in Medford, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Mathematiker. Er gilt als Begründer der
Informationstheorie.
Claude Elwood Shannon
Shannon wuchs auf in Gaylord, Michigan,
welches oft auch als Geburtsort angegeben wird, und arbeitete dort in seiner High
School-Zeit als Bote für die Western Union. Er war ein Mitglied von Tau Beta Pi.
1932 begann er ein Elektroingenieur- und Mathematikstudium an der University of Michigan, die er 1936 mit einem Abschluss in
Mathematik und Elektrotechnik verließ, um an das MIT zu wechseln. In seiner
Abschlussarbeit zum Master in Elektrotechnik, A Symbolic Analysis of Relay and
Switching Circuits, benutzte er Boolesche Algebra zur
Konstruktion von digitalen Schaltkreisen. Außerdem erwarb er seinen Doktortitel in Mathematik mit einer Arbeit über theoretische
Genetik (1940).
Nach kurzem Aufenthalt als Forscher am Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey, kam er 1941 als Mathematiker zu den ebenfalls in New Jersey gelegenen AT&T
Bell Labs.
Nachdem er schon 1956 eine Gastprofessur am MIT angetreten hatte, wechselte er 1958 ganz dorthin. 1978 wurde er vom MIT emeritiert. Seine professionellen Beziehungen zu den Bell Labs als Berater hielt er
währenddessen bis 1972.
1948 veröffentlichte er seine bahnbrechende Arbeit A Mathematical Theory of
Communication ("Mathematische Theorie der Kommunikation") [1] (http://cm.bell-labs.com/cm/ms/what/shannonday/paper.html). In diesem Aufsatz konzentrierte er
sich auf das Problem, unter welchen Bedingungen von einem Sender codierte und durch einen Kommunikationskanal übermittelte Information am Zielort wieder hergestellt, also ohne
Informationsverlust dekodiert werden kann. Dabei konnte er sich auf das aus der Physik bekannte Konzept der Entropie beziehen.
Eine weiterer bemerkenswerter Artikel erschien 1949: Communication Theory of Secrecy
Systems[2] (http://www.cs.ucla.edu/~jkong/research/security/shannon.html), in dem Shannon die formalen
Grundlagen der Kryptographie klärte und sie damit in den Rang einer
eigenständigen Wissenschaft erhob.
Shannon war unwahrscheinlich vielseitig interessiert und kreativ; laut einer Anekdote sah man ihn bei Bell in der Nacht
jonglierend (!) auf einem Einrad in
den Gängen herumfahren. Randprodukte seiner beruflichen Tätigkeit sind unter anderem eine Jongliermaschine, raketengetriebene Frisbees, motorisierte
Pogostöcke, eine Maschine zum Gedankenlesen, eine mechanische Maus, die sich in Labyrinthen orientieren konnte, und schon in den 1960ern ein früher
Schachcomputer.
Siehe auch: Shannon-Fano Datenkompression, Nyquist-Shannon-Abtasttheorem
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