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Dieser Artikel befasst sich mit dem Chaos aus mathematischer Sicht,
siehe auch Chaos (Mythologie).
Chaos (griech. cháos "wirre Urmasse" bei Platon und
Ovid; über die Vulgata Lukas 16,26 "Kluft,
gähnende Leere" ins deutsche gelangt) bedeutet wirres Durcheinander. Chaos ist gemäß vielen Lexika ein Zustand vollständiger Unordnung oder Verwirrung (und das Gegenteil zu Kosmos, abgeleitet von griechisch für Ordnung).
In der Mathematik oder Physik
versteht man unter Chaos etwas Ähnliches, der Begriff ist aber präziser gefasst und seine Phänomene werden in der
Chaostheorie untersucht. Beispielsweise wiederholt sich
die Bewegung eines chaotischen Systems niemals, sondern verändert sich stetig, so dass sein Verhalten zufällig und ungeordnet
erscheint. Gleichwohl sind chaotische Bewegungen weit davon entfernt, vollständig ungeordnet zu sein. Im Gegenteil, sie zeigen
eine wohldefinierte Struktur, die leicht erfassbar ist.
Man spricht von chaotischen Systemen, wenn man nicht leicht vorhersagen kann, wie
sich ein System entwickeln wird. Etwas formaler sagt man, dass ein System chaotisch ist, wenn unter nur minimalen Veränderungen
der Anfangsbedingungen die Entwicklung zu deutlich unterschiedlichen Endzuständen führt.
Siehe auch
Ordnung, Tohuwabohu
Zitate
- "Man muß noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.", aus: Also sprach Zarathustra, Friedrich Nietzsche
- "»Je mehr wir planen, regeln, reglementieren, desto mehr nimmt das Chaos zu. Das musste man einmal einsehen: das Chaos
ist die Ordnung.« Aurel
Schmidt (*1953), Schweizer Schriftsteller"
Weblinks
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