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Cauchy-Verteilung



Sie befinden Sie in: Formelsammlung Lexikon > c > Cauchy-Verteilung
Cauchy-Verteilung

Die Cauchy-Verteilung ist eine kontinuierliche Wahrscheinlichkeitsverteilung mit der Wahrscheinlichkeitsdichte

f(x) = \frac{1}{s\pi[1 + ((x-t)/s)^2]}.

Mit dem Zentrum t=0 und dem Breitenparameter s=1 ergibt sich die Standard-Cauchy-Verteilung

\mathrm{ f(x)=\frac{1}{\pi}\frac{1}{1+x^2} }
Inhaltsverzeichnis
1 Eigenschaften
2 Vorkommen
3 Anwendungsbeispiel
4 Literatur

 

Eigenschaften

Die Cauchy-Verteilung gilt als Prototyp einer Verteilung, die weder Erwartungswert noch Varianz oder Standardabweichung besitzt, da die entsprechenden Integrale divergieren. Jedoch besitzt sie einen Median \mathrm{\tilde{x}=0} und einen Modus.

Die Cauchy-Verteilung gehört zu den reproduktiven Wahrscheinlichkeitsverteilungen: der Mittelwert (X1+X2+..+Xn)/n aus n Standard-Cauchy-verteilten Zufallsvariablen ist selbst Standard-Cauchy-verteilt.

Die Cauchy-Verteilung ist eine spezielle Lévy-Verteilung mit dem Exponentenparameter ?=1.

 

Vorkommen

Der Quotient aus zwei Standard-normalverteilten Zufallsvariablen ist Standard-Cauchy-verteilt.

Die Cauchy-Verteilung ist eine Students t-Verteilung mit genau einem Freiheitsgrad.

Außerhalb der Wahrscheinlichkeitstheorie ist die Cauchy-Verteilung auch als Lorentz-Verteilung bekannt.

 

Anwendungsbeispiel

Bei der Cauchy-Verteilung ist die Wahrscheinlichkeit für extreme Ausprägungen sehr groß. Sind die 1% größten Werte einer standardnormalverteilten Zufallsvariablen X mindestens 2,58, beträgt bei einer Cauchy-verteilten Zufallsvariablen die entsprechende Untergrenze ca. 31. Möchte man die Auswirkung von Ausreißern in Daten auf statistische Verfahren untersuchen, verwendet man häufig Cauchy-verteilte Zufallszahlen in Simulationen.

 

Literatur

  • W. Feller, An Introduction to Probability Theory and its Applications

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