|
Bedingte Wahrscheinlichkeit ist die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Ereignisses A unter der Bedingung, dass ein Ereignis
B bereits vorher eingetreten ist. Es wird geschrieben als P(A |
B), der senkrechte Strich ist als "unter der Voraussetzung" zu lesen und wie folgt zu verstehen: Wenn man das
Ereignis B voraussetzt, ist die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis A P(A | B), es handelt sich also nicht um eine (logische) Bedingung für
A.
Zwei Variablen
Wenn A und B abhängige Ereignisse sind, und P(B) > 0 ist, dann gilt
Es ist

die Verbundwahrscheinlichkeit, d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass A und B gemeinsam
auftreten. Die Verbundwahrscheinlichkeit wird teilweise auch einfach P(A,B) geschrieben. Es gilt durch
Umformen natürlich auch:
Wenn A und B jedoch unabhängig sind, dann gilt
n Variablen
Man betrachte dazu den multivariaten Fall mit mehr als zwei Zufallsereignissen:
P(X1;X2;...;Xn)
Verallgemeinert man den obigen Ausdruck für zwei Variablen erhält man den allgemeinen Multiplikationssatz der
Wahrscheinlichkeiten:
Besonders anschaulich ist hier das Rechnen mit einem Entscheidungsbaum, da hier das Diagramm gleichsam "mitrechnet": die Daten sind leicht einzusetzen, und
man wird sequentiell an den richtigen Rechengang heran geführt.
Beispiele findet man im Artikel Bayes-Theorem.
Siehe auch
Fehler 1. Art,Fehler 2. Art, Absolute
Häufigkeit,Irrtumswahrscheinlichkeit,
Verbundentropie, Kausalbeziehung, Schnittmenge, DNA-Test, Zahlenanalphabetismus, Sensitivität,
Falsch positiv, Positiver prädiktiver Wert, Bayessches Netzwerk, Bayes-Filter
Weblinks
Dieser Artikel stammt von Wikipedia, Stichwort Bedingte Wahrscheinlichkeit. Er ist unter der GNU Free Documentation Licence verfügbar.
|