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Der Begriff der Archimedischen Körper wurde von Archimedes
geprägt. Er bezeichnet Körper, mit zwei Eigenschaften:
- Alle Kanten sind gleich lang und
- an jeder Ecke treffen sich gleich viele Kanten.
Die Flächen müssen dabei - im Gegensatz zu den Platonischen Körpern - nicht kongruent sein. Es gibt vierzehn Archimedische Körper, von denen
Archimedes dreizehn entdeckte.
Alle Archimedischen Körper bestehen aus zwei verschiedenen Flächenarten. Einige sind Abstumpfungen von Platonischen Körpern:
- abgestumpfter Tetraeder
- abgestumpfter Würfel
- abgestumpfter
Oktaeder
- abgestumpfter Dodekaeder
- abgestumpfter Ikosaeder, dessen Form sich bei Fullerenen, bei den Kuppeln von Buckminster
Fuller und beim Fußball findet.
Durch weiteres Abstumpfen erhält man folgende Körper:
- Den Kuboktaeder und den abgestumpften
Kuboktaeder
- Den Ikosidodekaeder und
den abgestumpften Ikosidodekaeder
- Den Rhombenkuboktaeder
- Den Pseudo-Rhombenkuboktaeder
- Den Rhomben-Ikosidodekaeder
- Den abgeschrägten Würfel
- Und den abgeschrägten Dodekaeder
Einige Archimedische Körper sind Zwischenkörper zwischen zwei Platonischen Körpern:
- Kuboktaeder
- Ikosidodekaeder
Dual-Archimedische Körper
Die Dual-Archimedische Körper sind die geometrischen Körper, die dual zu den entsprechenden
Archimedischen Körpern sind. So ist der Rhombendodekaeder dual zum Kuboktaeder. Die
Dual-Archimedischen Körper bestehen aus nur aus einer Flächenart, nämlich Rauten bzw.
Rhomben, haben aber zwei verschiedene Arten von Ecken (der Rhombendodekaeder hat zum Beispiel Ecken an die drei Rhomben bzw.
Kanten und solche Ecken, an die vier Rhomben bzw. Kanten grenzen). Damit sind sie keine Archimedischen Körper im ursprünglichen
Sinne mehr.
- Rhombendodekaeder
(12 Flächen, 14 Ecken (6 mit 4 angrenzenden Kanten und 8 mit 3 angrenzenden Kanten) und 24 Kanten)
- Rhombentriakontaeder (30 Flächen, 32 Ecken (12 mit 5 angrenzenden Kanten und 20 mit 3 angrenzenden
Kanten) und 60 Kanten)
Literatur
- Paul Adam/Arnold Wyss: Platonische und Archimedische Körper, ihre Sternformen und polaren Gebilde, ISBN 3-77250965-7
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