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Analysis (v. griech. ???????? analysein: ?auflösen?) ist ein Teilgebiet der Mathematik, dessen Grundlagen von Gottfried Wilhelm
Leibniz und Isaac Newton unabhängig voneinander entwickelt wurden.
Die Analysis befasst sich mit dem Verhalten und den Eigenschaften von unendlichen Folgen und Reihen. Die grundlegenden Begriffe Stetigkeit, Differentiation und Integration beruhen
auf dem Grenzwertbegriff für unendliche Folgen.
Funktionen reeller Zahlen sind ein weiteres Hauptthema der Analysis, wobei sich wesentliche Funktionen der Analysis als
Grenzwerte von Folgen oder Summen unendlicher Reihen darstellen lassen.
Die Verallgemeinerung des Funktionsbegriffes in der Analysis auf Funktionen mit Definitions- und Wertebereich in den komplexen Zahlen ist Bestandteil der Funktionentheorie.
Die Methoden der Analysis sind in allen Naturwissenschaften
von großer Bedeutung.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Differentialrechnung
2 Integralrechnung
3 Hauptsatz der Analysis
4 weitere Gebiete der Analysis
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Differentialrechnung
In der Differentialrechnung haben wir es mit unendlich
kleinen Größen zu tun. Bei einer Geraden
g(x) = mx + c
heißt m die Steigung und c der y-Achsen-Abschnitt der Geraden. Hat man nur 2 Punkte
(x0,y0) und (x1,y1) auf einer Geraden, so kann die Steigung berechnet werden durch
.
Bei Funktionen wie z.B. f(x) = x2 kann die Steigung so nicht mehr
berechnet werden, da die Kurve eben keine Gerade ist. Jedoch kann man an einen Punkt (x0,f(x0)) eine Tangente legen, die wieder eine Gerade darstellt. Die Frage ist nun, wie man die Steigung einer solchen Tangente
an einer Stelle x0 berechnen kann. Wählt man jetzt eine Stelle x1 ganz nahe bei x0 und legt eine Gerade durch
die Punkte (x0,f(x0)) und (x1,f(x1)), so ist die Steigung dieser Sekante nahezu die Steigung der Tangente. Die Steigung der Sekante ist (s.o.)
.
Diesen Quotienten nennt man den Differenzenquotient. Wenn
wir nun die Stelle x1 immer weiter an x0 "ranschieben", so erhalten wir per Differenzenquotient die Steigung der Tangente. Wir
schreiben

und nennen dies die Ableitung oder den Differentialquotienten von f in x0. Der
Ausdruck bedeutet, dass
x immer weiter an x0 "rangeschoben" wird, bzw. dass der Abstand zwischen
x und x0 "unendlich klein" wird. Wir sagen auch: "x geht gegen
x0". Die Bezeichnung steht für Limes, was aus dem Lateinischen kommt und "Grenzwall" bedeutet. nennt man einen Grenzwert.
Es gibt auch Fälle, in denen dieser Grenzwert nicht existiert. Deswegen hat man den Begriff Differenzierbarkeit
eingeführt. Eine Funktion f heißt differenzierbar an der Stelle x0, wenn der Grenzwert existiert.
Integralrechnung
Die Integralrechnung befasst sich anschaulich mit der Berechnung
von Flächen unter Funktionsgraphen. Diese Fläche kann durch eine Summe von Teilflächen
approximiert werden, und geht im Grenzwert in das Integral über.

Die anschauliche Darstellung (die Flächenberechnung mittels Ober- und Untersummen) entspricht der klassischen Schulmathematik.
In der so genannten "höheren Analysis" werden Integrale über das Maß der Definitionsmenge berechnet (Lebesgue-Integral).
Hauptsatz der Analysis
Differentialrechnung und Integralrechnung verhalten sich nach dem Hauptsatz der Analysis invers zueinander.

Viele Lehrbücher unterscheiden zwischen Analysis in einer und Analysis in mehreren Dimensionen. Diese Differenzierung berührt nicht die grundlegenden Konzepte,
allerdings gibt es in mehreren Dimensionen eine reichere mathematische Vielfalt.
weitere Gebiete der Analysis
- Funktionen mit komplexen Veränderlichen (Komplexe Analysis oder auch Funktionentheorie)
- Differentialgleichungen
- Variationsprobleme
- Unendlichdimensionale Funktionenräume (Funktionalanalysis)
- Vektoranalysis
- harmonische
Analysis
- Nichtstandardanalysis
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