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Die Achsenabschnittsform einer Ebene ist eine Gleichung, die diese Ebene mittels ihrer Achsenabschnitte auf den Koordinatenachsen beschreibt. Wenn a, b und c die Abschnitte auf der x-Achse,
y-Achse und z-Achse sind, so lautet die Achsenabschnittsform:
.
(Im 2-dimensionalen Raum gibt es auch die Achsenabschnittsform der Geradengleichung, siehe dort).
Erklärung
Die Achsenabschnittsform der Ebene kann man aus der Normalform herleiten. Mit einem Normalenvektor gilt für
jeden Ortsvektor , der zu einem Punkt P der Ebene gehört:

mit einer Konstanten k. Die Spurpunkte Sx, Sy
und Sz haben insbesondere die Ortsvektoren
, und .
Wenn ist, folgt also:
,
d.h.

und daher
, und .
Indem man nun die Normalform

durch k dividiert, erhält man
,
ausmultipliziert:
,
und folglich die Achsenabschnittsform:
.
-
Ausnahmen und Sonderfälle
Die Achsenabschnittsform existiert nicht, falls die Ebene durch den Koordinatenurspung verläuft. In diesem Falle
werden alle Achsenabschnitte zugleich 0, und in der Normalform wird k = 0, so dass die Division durch k
unmöglich ist.
Verläuft die Ebene parallel zu einer oder zu zwei Koordinatenachsen, so fallen
ein oder zwei Spurpunkte weg, und damit fällt der betreffende Term in der Achsenabschnittsform weg. Eine Ebene, die parallel zur
y-Achse verläuft, hat z.B. keinen Achsenachschnitt b, und es verbleibt nur
.
Beispiel
Eine Ebene hat den Normalenvektor

und verläuft durch den Punkt P(3|2|1). Ihre Normalform lautet also:
.
Division durch 12 liefert:
,
also
,
.
Die Ebene hat die Achsenabschnitte a = 3, b = -4 und c = 2.
Auch im Zweidimensionalen finden Achsenabschnittsformen Anwendung, etwa die Achsenabschnittsform der Geradengleichung (y/y0=x/x0) oder die der Gleichung
(y²/b=x²/a) einer um den Ursprung symmetrischen Ellipse.
Siehe auch: Spurpunkt
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